Lampertheim

Mundart-Kabarettist Gutschalk kommt in den Meute-Keller

Auf Tuchfühlung mit dem Publikum

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Es gibt in Lampertheim größere Räume als den Meute-Keller. Es mag auch schönere Säle und solche, mit besserer Akustik geben. Vielleicht hat Lampertheim bald sogar eine Kulturhalle. „Aber es gibt keinen besseren Ort für Kleinkunst“, sagt Peter Gutschalk. Der Mundart-Kabarettist kehrt deshalb nach vielen Jahren im November zurück in den Keller der Neuschlößer Meute. Eine Kleinkunst-Show mit Kabarett, Comedy, Musik und Poetry und zahlreichen Gastkünstlern soll der krönende Abschluss seines Theaterjahres werden.

Für den Auftritt an einem seiner „absoluten Lieblingsspielorte“ hat sich Gutschalk denn auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Aus seinem Solo-Programm „Tabula rasa“ hat Gutschalk die „Tabula-Show“ gemacht.

„Tabula“-Show

Die Show basiert zwar auf dem Programm und soll auch Auszüge daraus enthalten, sei aber dennoch ein ganz neues Format. Und zwar eines, auf das sich das Lampertheimer Urgestein selbst schon tierisch freut. „Das wird ein Riesenspaß“, ist sich der Künstler beim Pressegespräch sicher. Für seine Bühnenshow hat Gutschalk einige Gastkünstler aus der Musik- und Theaterwelt mit ins Boot geholt, die an dem Abend auftreten werden.

Eigene Beiträge, kleine Sketche oder Mundartkabarett von Gutschalk gehören genauso zum Programm wie Live-Musik. „Der Mix und die Abwechslung machen die Sache so spannend“, findet der Künstler. So soll die Show auch Neues für diejenigen bereithalten, die sein Solo-Programm schon gesehen haben. Seine Gäste verrät er noch nicht, verspricht aber die ein oder andere Überraschung. Es würden auch Künstler zu sehen sein, die man so nicht erwartet und mit denen er schon lange nicht mehr zusammen gearbeitet habe. „Ich bin auf die Gesichter der Leute gespannt“, sagt Gutschalk und kündigt „ehrliche, handgemachte Musik“ an. Der Künstler brennt für sein neues Projekt – das merkt man ihm beim Gespräch an. Noch tüftelt er an Details, „verpasst“ seinen Gastkünstlern Programmpunkte oder lasse sich von ihnen überraschen. „Eine Show, die alles mitbringt, was Kleinkunst ausmacht und einen Keller, der wie gemacht dafür ist“ lautet sein Fazit.

„Die Zuschauer sind hautnah dabei, sitzen eigentlich schon mittendrin. Ich sehe die Reaktionen direkt, auch wenn mal etwas nicht zündet. Kein Schnick-Schnack, das ist ehrlich ohne Ende – und macht saumäßig Spaß!“, sagt Gutschalk.

Davon verspricht er sich Interaktivität und Spontanität. Gleichzeitig sei es aber eine Herausforderung. Schließlich mag nicht jeder Künstler die geringe Distanz zum Publikum. Gutschalk aber geht gerne auf Tuchfühlung mit seinen Zuhörern, bezeichnet sich selbst als Rampensau. „Dafür muss man schon einen an der Latte haben“, findet er selbst, betont aber: „Das ist Kleinkunst pur. Besser geht’s nicht“. Wie das Projekt einschlägt, sei für ihn selbst spannend. Falls es gut ankommt, kann er sich eine Wiederkehr solcher Formate vorstellen. Eine Win-win-Situation. Für Gutschalk, die Meute und die Zuschauer. ksm

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