Lampertheim

Sportvereine Corona-Maßnahmen schränken Trainingsbetrieb ein

Auflagen nur schwer zu erfüllen

Hofheim.Von den Lockerungen in der Corona-Krise profitieren auch die Sportvereine. Während beim Turnverein, dem mitgliederstärksten Verein Hofheims, am gestrigen Abend im Vorstandskreis beraten wurde, wie das Training in den verschiedenen Abteilungen stattfinden kann, hat der Tennisclub den Spielbetrieb bereits aufgenommen.

An den vergangenen Samstagen wurden noch Arbeitseinsätze auf der Clubanlage bewältigt – entsprechend viel gerodet, speziell an den Hügeln der Plätze vier und fünf, wie der erste Vorsitzende Peter Bischer bestätigt. Das Vereinsheim hat unter den Einschränkungen der entsprechenden Corona-Maßnahmen wieder geöffnet.

Die Auflagen für den Trainingsbetrieb sind extrem eingeschränkt, erlauben aktuell neben dem Trainer nur zwei Tennisschüler auf einem Feld, jeweils am anderen Ende der Grundlinien. Dazu konnte sich der TCH bislang noch nicht durchringen.

Viel Skepsis klingt bei Peter Bischer durch, wenn er an die Anfang Juni beginnende Teamtennisrunde denkt. Auch die Auflagen hierfür sind enorm für alle Beteiligten. Doppel wurden gestrichen, die Spieler müssen separat in eigenen Autos anreisen. Gerade im Jugendbereich, wo oftmals Fahrgemeinschaften gebildet wurden, erscheint Bischer eine Umsetzung kaum möglich, da alle Elternteile einspringen müssten. Auch Duschmöglichkeiten sowie die kulinarische Verköstigung am Ende der Spieltage entfallen.

Beim Tennisclub haben sich bereits zwei Jugendteams sowie die Herren 70 und Herren 40 dazu entschlossen, die Saison auszusetzen. Auf die Einhaltung beziehungsweise Durchführung der Teamtennisrunde 2020 pochen insbesondere die 17 deutschen Landesverbände, unter ihnen der Hessische Tennisverband, um wohl bereits eingeplante Gelder im Budget auch abrufen zu können. Wirtschaftliche Interessen scheinen auch im Tennis die entscheidende Rolle zu spielen, wobei es um Meldegebühren und sogenannte Ballgelder geht. Peter Bischer glaubt jedenfalls nicht an eine geordnete Teamtennisrunde und rechnet auch beim TCH im Laufe der nächsten Tage mit weiteren Absagen einzelner Mannschaften.

Anders stellt sich die Situation beim Fußballverein dar. Bis zu den Sommerferien und darüber hinaus ruht bei allen Mannschaften der Trainingsbetrieb. Nach den Sommerferien soll die Lage neu beurteilt werden und eine Entscheidung fallen, wie es weiter geht. „Die Auflagen sind zu umfangreich und können von uns als Verein und den Trainern nur schwer erfüllt werden“ bestätigt FVH-Chef Michael Stoltz. fh

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