Lampertheim

Aus der Zwickmühle

Archivartikel

Parkplätze in der Stadt sind ein begehrtes Gut. Umso mehr, wenn Autofahrer umständlich einen Rollstuhl ein- oder ausladen müssen. Dass die Stadt Lampertheim die Zahl der Behindertenparkplätze nach und nach erhöhen will, ist grundsätzlich eine gute Entscheidung. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben muss schließlich für alle Menschen möglich sein. Zurzeit gibt es gerade einmal 35 öffentliche Behindertenparkplätzen in der Stadt. Davon bietet nur knapp die Hälfte eine Fläche, die Fachleute für ausreichend erachten.

Bürgermeister Gottfried Störmer argumentiert richtig, wenn er sagt, im Stadtverkehr fehle es an ausreichenden Flächen. Deshalb sei es besser, Behindertenparkplätze anzubieten, die zwar nicht der DIN-Norm entsprechen als ganz darauf zu verzichten.

Hier aber liegt des Pudels Kern. Denn für Behinderte können Verkehrsschilder, Blumenkübel oder auch Mäuerchen in Kniehöhe an engen Parkplätzen zur Hürde werden. Daher wäre es ein erster sinnvoller Schritt, sämtliche Barrieren an vorhandenen Behindertenparkplätzen zu überprüfen und möglichst zu beseitigen. Das könnte helfen, wertvolle Zentimeter auch dort zu schaffen, wo der Parkplatz nicht die empfohlene Breite von 3,50 Metern bietet.

Mit Blick auf die Kosten und den Aufwand dürfte das in angemessener Zeit leistbar sein. Zwar bietet das noch keine echte Lösung für das Problem fehlender Behindertenparkplätze. Aber die Beseitigung von Hindernissen trägt dazu bei, dass gehbehinderte Menschen sich nicht in einer Zwickmühle wiederfinden.

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