Lampertheim

Hofheim TU-Student unterbreitet Sanierungsvorschläge / Bürger bringen sich ein

Bahnhof als Treffpunkt

Archivartikel

Hofheim.Um die Zukunft des Hofheimer Bahnhofsumfeldes drehte sich eine Informationsveranstaltung im Foyer des Bürgerhauses. Sebastian Ernst, Student der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern, präsentierte den rund 40 interessierten Bürgern im Besisein städtischer Vertreter, Ortsvorsteher Alexander Scholl sowie Professor Theo Schmitt die Ergebnisse seiner Masterarbeit, in der die Bürgerbeteiligung eine maßgebliche Rolle spielte.

Etwa 100 Impulse aus der Bevölkerung griff Ernst in seinem Planungsentwurf auf, der als Anregung für die zukünftige Gestaltung dienen soll. Das es sich bei der vorgestellten Masterdisputation um Vorschläge und Ideen handelt, die nicht alle eins zu eins umsetzbar seien, stellte Professor Schmitt heraus. Ernst beleuchtete zunächst die örtlichen Begebenheiten Hofheims mit einem großen Auspendlerüberschuss, zwei Buslinien, einer guten Haltestellendichte und guter Infrastruktur, um dann auf die Auswahl entsprechender Mobilitätsforen einzugehen.

Wichtige Gestaltung

In Bürgergesprächen und der Analyse wurde deutlich: Die freie Gestaltung des Bahnhofsumfeldes ist den Hofheimern wichtig, der Wunsch nach öffentlichen Toiletten, die Herstellung einer entsprechende Beleuchtung und Sitzgelegenheiten, der Erhalt vorhandener Pflastersteine. Vier ungenutzte Schlüsselgebäude sind hierbei in die Planung miteinzubeziehen und einer Neunutzung zuzuführen.

Neben dem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude als entscheidende Schlüsselimmobilie, in dem noch 2019 ein Café sowie eine orthopädische Praxis eröffnen soll, das mutmaßlich ebenso denkmalgeschützte, 2013 stillgelegte freistehende Stellwerk, das als Flüchtlingswohnheim genutzte Gebäude in der Bahnhofstraße 4 sowie das ehemalige Postgebäude. Ernst verwies im Rahmen seiner Problemanalyse auf gestalterische Mängel mit vielen offenen und ungenutzten Flächen, infrastrukturellen Mängeln durch marode Fahrradständer, beschädigte und unzureichende Mülleimer und fehlenden Sitzgelegenheiten.

Der TU-Student regte an, Synergieeffekte des Bahnhofsumfeldes zu nutzen, etwa die angesprochenen Gebäude durch Vereinsleben zu aktivieren, Grünanlagen aufzuwerten und zu beleben und einen optimalen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Konkret sieht der Entwurf die Verlegung und Modernisierung der Fahrradständer und Stadtmobiliars vor, den barrierefreien Ausbau der Infrastruktur, eine Erweiterung und Anbindung des angrenzenden Dieulouardparks durch Spielgeräte und Sitzgelegenheiten. Das Stellwerk kann sich Ernst als Ausstellungsraum für Künstler oder als Jugendraum vorstellen. Wichtig sind ihm ein Wetterschutz an der Bushaltestelle, ausreichende Parkplätze sowie die Umlegung des Hundeklos und der Glascontainer.

Aus den Reihen der Besucher wurde deutlich, dass der Bahnhof, mit einem Café versehen, als Treffpunkt für alle Generationen gesehen wird. Angeregt wurde auch hier eine ausreichende Parkplatzanzahl, die Integration des Schulhofsbereichs mit Spielplatzangebot für Kinder um die alte Post herum sowie ein möglicher Kunst-Park. fh

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