Lampertheim

Ferienspiele Kinder lernen praktische Tipps in der Natur

Bei Pfadfindern zu Besuch

LAMPERTHEIM.Pfadfinder kennen kein schlechtes Wetter, sagt man. Von Nieselregen lassen sie sich schon gar nicht aufhalten. „Die paar Tropfen“, sagt Tim Siegel mit Blick auf den wolkenverhangenem Himmel. Für einen Aufenthalt in der Natur sind der Wölflingsleiter und seine Kollegen der Lampertheimer Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) bestens gerüstet – auch bei ihrer ersten Teilnahme an den Ferienspielen der Jugendförderung.

Geheimschriften und Seilknoten

Denn der Stamm „Guy de Larigaudie“, wie sich die Pfadfinder nennen, hat auf seinem Grüngelände zwischen Hollerngraben und B 44 mächtig aufgefahren: Morse-Station, Wegezeichen-Memory, Seilknoten, Geheimschriften entschlüsseln und Kerzenziehen waren nur einige der Angebote für die Sechs- bis Elfjährigen. „Das normale Lagerleben“, meinte Siegel, „so können die Kinder das mal kennenlernen“. Der anfängliche Nieselregen stellt sich schnell ein. Daran gestört hat sich ohnehin niemand. Schließlich „gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung – oder Ausrüstung“, betont Alicia Pfannmüller mit einem Grinsen. Von beidem kann bei den St. Georgspfadfindern keine Rede sein.

Pfannmüller ist Stammesvorsitzende bei der DPSG Lampertheim und leitet gemeinsam mit Siegel mit den Wölflingen die Jüngsten. Für sie hat das durchwachsene Wetter sogar etwas Gutes. So können die Ferienspielkinder spontan ein kleines Zelt aufbauen. Kollege Paul zeigt den Jungen und Mädchen, wie sie sich mit einer einfachen Zeltkonstruktion schnell vorm Regen schützen können. Elias und Emil haben den Dreh schnell raus, im Nu ist die „Kohte“ aufgebaut.

Im Herzen des Lagers steht die Feuerstelle. Darüber haben die Pfadfinder eine große Jurte aufgebaut, die an den Seiten offen steht. Über der Glut backen die Ferienspielkinder fleißig Stockbrot. Und auch die restlichen Stationen kommen gut an. Am Tisch nebenan lernt Finn Rettungsschlingen und Abspannknoten, am Bauwagen ziehen Maximilian, Nicolas und Emily Kerzen aus einem Wachstopf. Das finden sie „richtig cool“. Jan ist begeistert: „Hier kann man richtig viel ausprobieren“, findet er.

Die Pfadfinder hoffen nun, dass der ein oder andere künftig öfter vorbeischaut und sich vielleicht eine beige Kluft zulegt. Da verwundert es fast, dass die St. Georgspfadfinder noch nie bei den Ferienspielen mitgewirkt haben. „Das ist bisher immer in die Zeit unseres großen Zeltlagers gefallen“, sagt Pfannmüller.

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