Lampertheim

Schwanensaal Musiker-Initiative startet mit Konzert der Bands autark und Patchwork ins neue Jahr / 130 Zuschauer feiern bei abwechslungsreichem Hit-Mix

Beliebte Akustik-Klänge im Doppelpack

Lampertheim.Gut gelaunt agieren die Musiker auf der Bühne des Schwanensaales und bewegen das Publikum zum Mitsingen, Klatschen, Lachen und Tanzen. Wenn das kein gutes Omen für die weiteren Veranstaltungen der Musiker-Initiative Lampertheim und cultur communal in diesem Jahr ist. Die Kultur-Verantwortlichen und die Musiker sind für 2019 bereit und feiern ihr Eröffnungskonzert.

Für diese Auftaktveranstaltung haben die Gitarristen und Sänger Karl Thomas und Bernd „Schepper“ Schäfer die Projektleitung übernommen. Sie sind mit der Besucherzahl höchst zufrieden. Rund 130 Musikfreunde sind am Donnerstagabend gekommen, um das Akustikprojekt der „autark-Band“ und der „Patchwork“-Formation zu erleben. Schon weil sich so viele Freunde der LiveMusik auf den Weg gemacht hatten, werde es ein verdammt gutes Jahr geben, meint Schepper. Er verspricht: „Wir haben das Programm vollgepackt.“ Und empfiehlt den Musikfans: „Genießt es.“ Bald stellt sich heraus: Es ist ein abwechslungsreiches Konzert, das für Begeisterung sorgt.

Die MIL-Musiker Thomas und Schepper haben ihre Teamarbeit „Pop & Rock Opening 2019 – Patchwork-Autark-Akustikprojekt“ genannt. Es spielen zwei befreundete Bands, bei denen ausschließlich Akustikgitarren und ein Akustikbass zum Einsatz kommen. Mit dieser Spielweise beweisen die Instrumentalisten, dass akustische Gitarren und Bässe keineswegs altmodisch sind. Schließlich haben auch viele Musik-Legenden damit beachtliche Erfolge gefeiert. Die Bühnenakteure begrüßen das neue Jahr mit einem bunten Mix deutscher und englischer Pop- und Rock-Songs. Sie legen Wert auf bekannte Titel und präsentieren – ihrer Meinung nach – beste Songs. Und während sie die Hits der Musikgeschichte spielen, sind mal härtere und mal sanftere Klänge zu hören.

Musikerfamilie aus dem Ried

„Patchwork“ – das ist eine Familienband aus dem Ried. Mitglieder sind Vater Klaus Salis (Gitarre, Gesang), Mutter Gabi Salis (Gesang), Sohn Christian Salis (Bass, Gesang) und Bernd Pokorny (Keyboard, Gitarre). Das Musikerehepaar lebt in Biblis. Christian Salis und Bernd Pokorny sind Bürstädter. Der Bassist spielt außerdem in der Lampertheimer „autark-Band“ mit, die anschließend auftritt.

Patchwork erobert als erste Gruppe und mit dem Titel „There’s A Kind Of Hush“ des US-amerikanischen Pop-Duos „The Carpenters“ das Rampenlicht. Kurz darauf erfreuen sie mit „Mrs. Robinson“ der Musiker Simon & Garfunkel. Besonders gefühlvoll erklingt Bette Midlers Liebeslied „The Rose“. Etwas abenteuerlich hört es sich an, als Klaus Salis das maritime Lied von Lolita „Seemann, Deine Heimat ist das Meer“ vorschlägt. Wider Erwarten kommt es bei den Besuchern gut an. Als würden sie auf den Wellen reiten, schunkeln sie hin und her. Und zu guter Letzt schallt den abenteuerlustigen Musikern Jubel entgegen. Eindrucksvoll singt Gabi Salis den Roxette-Titel „Listen To Your Heart“, und bei Gloria Gaynors „I Will Survive“ werden die Besucher zum Tanzen animiert.

Ein bisschen lauter

Die Band wechselt und Schepper prophezeit: „Jetzt wird es e bissel lauter.“ Das Quartett „autark“ präsentiert sich mit Karl Thomas, Schepper, Christian Salis und Schlagzeuger Michael Fenzel, der im Hintergrund des Bühnengeschehens ebenso viel Energie und Ausdauer wie seine Musikerkollegen aufwendet. Und schon marschiert „The Last Time“ von den Rolling Stones über die Bühne. Erheiternd erklingt „Lucky Man“ von Emerson, Lake & Palmer. „Hey Hey My My“ von Crazy Horse und Neil Young entpuppt sich als Gute-Laune-Hit. „Elvis Presley lebt, er ist heute hier“, verkündet Schepper dann. Und schon stimmt die Band „It’s Now Or Never“ an, und Karl Thomas übernimmt die Rolle des Kings Of Rock’n’ Roll.

„Du bist so gnadenlos erotisch“, singt dann Schepper nach der Melodie von Hob Goblin, aber mit eigener Lyrik, die für jede Menge Spaß sorgt und in der es beispielsweise um einen heißen Sommer und das öde Nachtleben in „Lamberde“ geht. Doch im Schwanensaal seien die Vergnügungssüchtigen richtig, da werde immer etwas geboten. Dieser „autark-Band-Song“ kommt an. Am Schluss werden die Akteure mit anerkennenden Pfiffen bedacht.

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