Lampertheim

TC Rot-Weiss Lampertheim Viertägige Bildungsfahrt hinterlässt nachhaltigen Eindruck

Berlin in vielen Facetten

Archivartikel

Lampertheim.„Berlin ist eine Reise wert“ – diesen Eindruck bekam eine Gruppe von 24 Personen des Tennisclubs Lampertheim bei einer viertägigen Reise zur Bundeshauptstadt vermittelt. Die Organisation und Zusammenstellung der Reisegruppe unterlag Pressewart Robert Lenhardt. Eingeladen zu ihrer ersten Wahlkreisfahrt in dieser Legislaturperiode hatte die politische Vertreterin der SPD für den Kreis Bergstraße und parlamentarische Staatssekretärin, Christine Lambrecht.

Die Reisegruppe versammelte sich zum Start am Mannheimer Hauptbahnhof und bekam von der Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreisbüro Viernheim, Heike Wetzel, letzte Informationen und die Fahrausweise.

Stadtrundfahrt erster Höhepunkt

Bereits nach fünf Stunden war der Hauptbahnhof in Berlin erreicht. Dort wurde die Gruppe von einer Mitarbeiterin des Bundespresseamtes direkt am Bahngleis in Empfang genommen und zum bereitstehenden Reisebus geführt. Kaum die Sitzplätze eingenommen, ging es schon mit dem ersten Programmpunkt der Reise los – der erste Teil der Stadtrundfahrt, vorbei an politischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten wie ARD-Hauptstadtstudio, Charité, Kongresshalle, Bundespräsidialamt im Schloss Bellevue, die Straße des 17. Juni entlang zum Brandenburger Tor, Nikolaikirche und Marienkirche – die beiden ältesten Kirchen in Berlin.

Weiter ging die Fahrt in Richtung des im Ostteil Berlins gelegenen Hotels auf der 1,5 Kilometer langen Prachtstraße „Untern den Linden“ vorbei am „Tränenpalast“ – ehemaliger Ort der Grenzabfertigung – und an den „Hackeschen Höfen“. Im Hotel angekommen wurde der „Check-in“ vorgenommen und das Abendessen im Hotelrestaurant serviert. Der weitere Abend stand zur freien Verfügung.

Am nächsten Morgen stand ein Sicherheits-Check im Reichstagsgebäude mit Besichtigung des Plenarsaals und Besuch der Glaskuppel auf dem Tagesprogramm. Bei einer Fragestunde mit der parlamentarischen Staatssekretärin Christine Lambrecht, bei der sich Pressewart Lenhardt für die Einladung im Namen des Tennisclubs mit einem Gastgeschenk, einem Reisebildband über Israel, bedankte, und mit einem anschließenden Gruppenbild auf der Besucherebene wurde der Vormittag abgeschlossen.

Nach einem Mittagessen in Berlin-Mitte stand der zweite Teil der Stadtrundfahrt an. Dazu gehörten der Kurfürstendamm, der historische Gebäudekomplex „Bendlerblock“ und der ehemalige Grenzübergang „Checkpoint Charly“. Danach traf die Gruppe in der Gedenkstätte „Berlin-Hohenschönhausen“ zu einem Informationsgespräch mit Führung ein. Diese Führung wurde von einem ehemaligen Fluchthelfer durchgeführt, der als 17-Jähriger verraten wurde und für mehrere Jahre in einer Einzelzelle eingesperrt war. Das ehemalige Stasi-Gefängnis war auf keinem Stadtplan eingezeichnet. Seine Schilderungen über seine Inhaftierung und die dunklen Schattenseiten ostdeutscher Geschichte waren sehr emotional und berührend.

Am dritten Tag fand ein Informationsvortrag beim Technischen Hilfswerk für Berlin (THW) statt. Nach einem vorzüglichen Mittagsessen wurde das Haus der Wannsee-Konferenz, die Stätte der „Endlösung der Judenfrage“ am 20. Januar 1942, besichtigt. Auch diese Besichtigung mit zahlreichen Bildern und Dokumentaufnahmen über die gräulichsten Taten der Nazizeit ließ manchem Besucher Tränen in die Augen schießen.

Am vierten und letzten Tag der Bildungsfahrt fand noch im Besucherzentrum des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, das direkt am sogenannten Todesstreifen der Berliner Mauer seinen Sitz hat, eine Power-Point-Präsentation statt. Nach einem anschließenden reichlichen Mittagsmahl mit der Verabschiedung von der Reiseführerin, die dem TC das politische, historische und kulturelle Berlin sehr informativ nähergebracht hat, wurde die Heimreise mit der Bahn angetreten. red

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