Lampertheim

Martin-Luther-Gemeinde Fahrt des Frauen- und Gemeindekreises

Besuch der Sommerresidenz Carl Theodors

Archivartikel

Lampertheim.Schwetzingen war das Ausflugsziel des Frauen- und Gemeindekreises der Martin-Luther-Gemeinde unter der Leitung von Pfarrer Roland Schein. 27 Teilnehmer trafen sich am Morgen zu der Fahrt.

Im Schloss wurden die Besucher zu einer Führung erwartet. Hierbei erfuhren sie sehr viel Interessantes über das Schloss und den Schlossherrn. Zunächst war Schwetzingen nur als Jagdschloss gedacht. Das kurfürstliche Paar Carl Theodor und Elisabeth Augusta residierte im Mannheimer Schloss. Später wurde das Gebäude erweitert und die herrliche Gartenanlage gestaltet. In Mannheim bot sich aus Platzmangel keine Möglichkeit eines Gartens dieses Ausmaßes. Einen Eindruck der Größe der Gartenanlage erhält man, wenn man erfährt, dass 42 Kilometer Fußwege durch das Gelände führen. Carl Theodor, der ein Freund der Künste war, hatte viele Musiker und große Denker zu Gast. So weilte Mozart als Siebenjähriger mit seiner Familie dort, und auch Voltaire genoss einen längeren Aufenthalt im Schloss. Erstaunlich ist, dass das Schwetzinger Schloss im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde und so noch viele originale Möbel und Tapeten erhalten sind, ebenso noch das Tafelgeschirr und Figuren aus Frankenthaler Porzellan. Diese Porzellan-Manufaktur war von Carl Theodor besonders gefördert worden. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs existiert sie nicht mehr.

Kunst aus Stoff

Zurzeit gibt es eine Ausstellung des berühmten Serviettenkünstlers Joan Sallas mit fantastischen Faltobjekten, fast unvorstellbar, dass man solche Kunstwerke aus Stoff schaffen kann. All die vielen Eindrücke konnten nach Beendigung der Führung bei einem guten Essen im Schlossrestaurant verarbeitet werden. Gegen 17 Uhr traf die Gruppe wieder in Lampertheim ein. red

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