Lampertheim

Offene Gartenpforte Hofheimer Pflanzenfreunde freuen sich über Erfolg ihrer Premiere / Auch kulturelles Rahmenprogramm kommt gut an

Besucher bewundern Künstler-Anwesen

Archivartikel

Hofheim.Zum großen Erfolg wurde die hessenweite Aktion „Offenen Gartenpforte“ in Hofheim. Die Besitzer von drei Hofheimer Gärten hatten sich am Pfingstwochenende erstmals daran beteiligt. Ein Garten wurde mit 800 Besuchern geradezu gestürmt.

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Balthasar-Neumann-Kirche hatte Christiane von Bezold ihr grünes Gartenparadies mit Naturschutzcharakter geöffnet. Der Innenarchitektin ist es dort gelungen, mit ihrem Werk der Natur, die den Hof erobert hat, etwas zurückzugeben. Alles funktioniert ohne Düngung, nicht begrünte Stellen gibt es nicht, selbst die Weinbergschnecken haben ihre eigene Lounge. Extrem ergriffen zeigte sich Christiane von Bezold am Sonntag von den „vielen netten Menschen“, die gekommen waren – „alle sehr garten- und naturinteressiert“, wie sie betonte.

Flankiert wird ihr Anwesen von der Kochschule Leonie Kellers, die zeitgleich zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte, hessische Tapas und Äppler mit Aperol kredenzte. Eine kleine Kunstausstellung mit Werken von Gabriele Koblitz konnten die Besucher im renovierten Stall bewundern.

Im Provence-Stil gehalten zeigte sich der Garten von Kornelia und Walter Hofmeister in der Karl-Marx-Straße – mit hübschen Nischen und Winkeln, Naturteich, Obstbäumen, Kräutern und Sträuchern. Dort wurden Dekorationen in Form von Schmuck, Kleidung, Gemälden und Fotografien von Kornelia Hofmeister gezeigt. Die Besucher brachten entsprechend Zeit mit. „Die Leute sind lange geblieben“, freute sich Kornelia Hofmeister über die Resonanz.

In das rund 1000 Quadratmeter umfassende Areal von Anette Jansen und Andreas Brandl in der Lindenstraße, in das die Besitzer unter dem Motto „Open-Air-Art“ zum Verweilen eingeladen hatten, kamen mehr als 800 Gäste. Teilweise waren sie von sehr weit angereist. Die Zahl übertraf sämtliche Erwartungen der Gastgeberin.

Inmitten der ebenso grünen wie kreativen Oase gab es integrierte Bilder und Betonskulpturen von Anette Jansen zu bestaunen, aber auch befreundete Künstler stellten aus. Beeindruckend waren die vielen Kunstwerke in den Garten eingefügt worden – wirkten, wie zu einem zweiten Leben erweckt.

„Ich könnte bleiben, bin wie ein Schwamm hier durch“, meinte eine Besucherin völlig begeistert, von den vielen gesammelten Eindrücken und von der Möglichkeit, die Seele in dem großen Areal baumeln zu lassen. „Die Ideen können Sie mitnehmen“, sagte Anette Jansen lachend.

Dass die Aktion „offenen Gartenpforte“ nun auch im Ried angekommen ist, ist der Verdienst der engagierten Hofheimerin. Mit ihrem Lebenspartner Andreas Brandl hatte sie zudem ihr eigenes Rahmenprogramm zurecht gezurrt. Mit dabei war der Männergesangverein Sängerquartett-Liederkranz, in dem ihr Vater Horst seit Jahrzehnten aktiv ist.

Lieder und Lesung

Als Hörgenuss für diesen Tag hatten die Sänger passenderweise die Lieder „Ein kleiner Blumenstrauß“, „Rote Rosen“ und „Die Hochzeit der Frösche“ mitgebracht. Den Winzersecco zu Snacks kündigte der Chor durch das abschließende Trinklied „Aus der Traube in die Tonne“ an. Außerdem gab es eine Lesung der Autorin Nicole Beisel über „Das Leben von morgen“. Für den Nachhauseweg spendierten die Gastgeber für alle noch einen Eimer voller Gartenglück.

Am Pfingstmontag konnte sich der Landfrauenverein schließlich zudem über eine inoffizielle Verlängerung der „offenen Gartenpforte“ freuen. Der Verein durfte den Abschluss seiner traditionellen Fahrradtour in der Lindenstraße machen. fh

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