Lampertheim

Naturschutz Lampertheim setzt neues Pflanzprojekt um

Biotope im Verbund

Lampertheim.Mit Gehölzpflanzungen am westlichen Rand des Stadtwaldes zwischen Waldesruh und Gärtnersiedlung setzt die Stadt ein weiteres Pflanzprojekt um, das den Biotopverbund in der Landschaft stärken und fördern soll. Die insgesamt 500 Gehölze heimischer Straucharten, darunter Feldahorn, Berberitze, Hartriegel, Hasel und Weißdorn, sollen die Strukturvielfalt des Waldrandes erhöhen und diesen als Lebensraum für die heimische Tierwelt aufwerten.

Der Waldsaum bildet nach Angaben der Stadtverwaltung die Übergangszone zwischen den landwirtschaftlich genutzten Feldern und dem Wald. Wo die vorhandenen Feldhecken angrenzen, entstehen Korridore, über die sich Insekten, Vögel und Säugetiere wie Rehe, Hasen und Kaninchen geschützt in der Landschaft bewegen und ausbreiten können. Diese naturnahen Landschaftsstrukturen sind von besonderer Bedeutung, da die Ackerflächen selbst in zunehmendem Maße mit Folienhäusern bebaut und zur Vermeidung von Wildschäden eingezäunt werden.

Ausbildung integriert

Auf der Grundlage einer Planung des Fachdienstes Umwelt der Stadtverwaltung Lampertheim wurde die Ausführung der Pflanzmaßnahme nach Abstimmung mit dem zuständigen Revierförster Volker Harres durch den Forstwirtschaftsmeister Johannes Herz (Revierförsterei Lampertheim) als Ausbildungsprojekt für den angehenden Forstwirt Philipp Engert konzipiert.

Gegen Verbiss der Rinde durch Rehwild und Hasen werden die jungen Pflanzen anschließend mit sogenannten „Baumschützern“ versehen. Diese unverzinkten Drahthosen verrotten im Laufe der Jahre und können daher dauerhaft im Wald verbleiben. Das Anbringen des Baumschutzes übernehmen Sebastian Föry und Nicolas Ohlemüller, die derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Lampertheim leisten. red

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