Lampertheim

Friedensgebet Knapp zwei Dutzend Menschen kommen auf der Domwiese zusammen

Bitte erhält neue Aktualität

Lampertheim.Erst stand er ein wenig verloren auf der weiten Domwiese. Doch dann gesellten sich doch immerhin knapp zwei Dutzend Menschen zum Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten), Jörg Lüling, um gemeinsam für den Frieden zu beten. Es war das zweite öffentliche Friedensgebet, das Lüling zusammen mit Vertretern der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde initiiert hat.

Vor einem Jahr auf dem Europaplatz hatte sich auch Pfarrer Patrick Fleckenstein von der katholischen St. Andreasgemeinde mit einem Redebeitrag an die Mitbetenden gewandt. Gestern Abend sprach neben Lüling und dem Vorsitzenden der Lampertheimer Ahmadiyya-Gemeinde, Iftikhar Shaikh, Bürgermeister Gottfried Störmer. Die Lampertheimer Stadtökumene war vertreten durch Bernd Lohmann.

Gegen Gewalt und Extremismus

Aufgrund der drohenden Konfrontation durch die in den Syrien-Konflikt verwickelten Großmächte sprach Lüling gestern von einer „neuen Aktualität“ der Bitte um Frieden. Der Pastor verlas ein Gebet, das Franz von Assisi zugeschrieben wird („Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens“) sowie das „Hohelied der Liebe“ aus dem 13. Kapitel des ersten Korintherbriefs. Unterdessen machte Iftikhar Shaikh von der Ahmadiyya-Gemeinde deutlich, dass der muslimische Glaube gute Taten fordere. Er verwies dabei auf die hohen moralischen Tugenden des Islam. Gebete dienten zur Stärkung dieses Glaubens. Shaikh distanzierte sich von Extremismus und Gewalt in jeglicher Form.

Bürgermeister Gottfried Störmer verlas das Gedicht „Bewaffneter Friede“ von Wilhelm Busch, in dem sich Fuchs und Igel einen hintersinnigen Disput über den Frieden liefern. Nach einem stillen Gebet entboten die Teilnehmer an dieser kleinen Kundgebung vor der Lampertheimer Domkirche einander den Friedensgruß. urs

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