Lampertheim

Vereine und Corona Lampertheimer Stamm Guy de Larigaudie hat auch digitale Wege durch die Pandemie gefunden

Briefe an kleine Pfadfinder

Lampertheim.„Gut Pfad! Und bleibt alle gesund!“, wünschten die Stammesvorsitzenden Alicia Pfannmueller, Alexander Tybussek und Elisabeth van de Bovenkamp ihren St. Georg Pfadfindern. Denn aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 gab es ab dem Frühjahr erst mal keine Gruppenstunden und Aktionen mehr.

„Am 13. März kam die Meldung, dass die Lampertheimer Schulen wegen Corona-Verdachtsfällen geschlossen werden. Da haben wir uns dazu entschlossen, die Gruppenstunden vorerst auszusetzen“, erklärt Alexander Tybussek im Gespräch mit dieser Redaktion. Der katholische Pfadfinder ist seit einem Jahr im Vorstand des Lampertheimer Stammes Guy de Larigaudie, der dem Bundesverband Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) angehört. Zu den Pfadfindern gehört er seit 13 Jahren.

„Die jährliche Hochstufung, die am 28. März stattfinden sollte, mussten wir absagen“, bedauert Tybussek und erläutert: „Bei der Hochstufung kommen die Kinder in eine neue Gruppe, wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben. Geplant war das Ereignis mit Übernachtung in den Drachenbergen von Bensheim. Und dieser Brauch ist eigentlich jedes Jahr ein Höhepunkt.“ Auch die Mitgliederversammlung und das Osterfeuer fielen der Corona-Pandemie zum Opfer.

Als feststand, dass die Normalität nicht so schnell zurückkehren würde, wurde der Vorstand kreativ: „Wir haben zur digitalen Leiterrunde eingeladen und auch die Gruppenstunden für die Kinder per Video-Konferenz abgehalten“, schildert Alexander Tybussek. Spiele seien eigens dafür ausgelegt worden.

Zudem verteilten einige Gruppenleiter Briefe an die jüngeren Pfadfinder. Darin befanden sich unter anderem Rätsel und Eis-Oberfeld-Gutscheine. „In unserer Whats-App-Gruppe gab es auch Rätsel und einige Tipps gegen Langeweile“, verrät Alexander Tybussek. Das diesjährige Diözesanlager konnte ebenfalls nicht stattfinden. Das sei besonders schade gewesen, da es nur aller fünf Jahre abgehalten wird. „Rund 1000 Teilnehmer sind da eigentlich mit von der Partie. Und unsere Pfadfinder sammeln dort normalerweise viele neue Erfahrungen und knüpfen zahlreiche Kontakte“, drückt das Vorstandsmitglied sein Bedauern aus.

Diözesanlager verschoben

Ein kleiner Trost gebe es jedoch: Das Diözesanlager wurde auf nächstes Jahr verschoben. Beim Fronleichnamsgottesdienst waren die Pfadfinder wieder dabei. Statt einer großen Prozession gab es diesmal jedoch einen Gottesdienst im Freien. In den Ferien konnten die Pfadfinder Dank der Lockerungen einen Stufentag für jede Gruppe organisieren. „Hierzu haben wir eigens ein Hygienekonzept für unseren Garten entwickelt“, berichtet Alexander Tybussek.

Austritte habe es seit der Corona-Pandemie nicht gegeben, die Mitgliederzahl liegt konstant bei rund 80. „Bis jetzt hatten wir auch keine finanziellen Einbußen“, erklärt der Vorstandspfadfinder.

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