Lampertheim

Tag der Einheit Für Optimismus und Weiterentwicklung

Bündnis stiftet Esche

Archivartikel

Lampertheim.Ein paar Tropfen Wasser für die Esche, ein großes Symbol für die Deutschen: Weil aus Pandemie-Gründen in Lampertheim keine größere Veranstaltung stattfand, prägte Symbolik den Tag der deutschen Einheit. Das Demokratiebündnis um Ex-Bürgermeister Erich Maier, Sozialdemokrat Marius Schmidt und Bürgermeister Gottfried Störmer setzte mit einer neu gepflanzten Esche auf dem Spielplatz Rosenstock III ein Zeichen. Der Baum müsse, so die Verantwortlichen, genau wie die deutsche Einheit in einem jahrzehntelang währenden Prozess wachsen und stehe für Festigkeit, Weiterentwicklung und Optimismus.

Das „Angießen“, zu dem das Bündnis für Demokratie in den Rosenstock eingeladen hatte, nahm der Himmel über Lampertheim wörtlich und half kräftig mit. Der Bauhof hatte den jungen Baum schon Tage zuvor am östlichsten Zipfel des großen Spielplatz-Areals hinter dem Haus „Dominikus“ fachmännisch eingesetzt. Finanziert wurde die bereits mehrere Meter hohe Esche durch Mitglieder-Spenden aus dem Demokratiebündnis.

Die Idee zum Einsetzen eines Baumes rührt ursprünglich aus der Aktion „Einheitsbuddeln“ aus dem Vorjahr. Damals hatte das Land Schleswig-Holstein die jährlich wechselnde Schirmherrschaft über den Nationalfeiertag inne und rief zur bundesweiten Baumpflanzaktion auf, um eine „neue Tradition zum Tag der deutschen Einheit zu begründen“.

Zumindest in der Spargelstadt scheint das im Folgejahr gelungen. Bürgermeister Störmer, der bei schmuddeligem Herbstwetter sprichwörtlich zum Schirmherr wurde, stellte dazu auch eine Verschönerung des Platzes rund um den Baum in Aussicht. Denn ein Baum sei nicht nur ein Symbol für Leben und Wachstum, sondern könne nach einigen Jahren auch zu einem einladenden Platz für Menschen unter seiner Krone werden.

In Anlehnung an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief der Bürgermeister auch zu mehr Zuversicht in Sachen deutsche Einheit auf. „Demokratie lebt von einer kritischen Öffentlichkeit und davon, dass ergriffene Maßnahmen immer wieder diskutiert werden“, zitierte er Deutschlands Staatsoberhaupt. Diskussionen müssten aber auf Fakten beruhen. „Wir sollten nicht Unterschiede, sondern Gemeinsamkeiten herausstellen und uns am bisher Erreichten erfreuen“, so Störmer. Ungerechtigkeiten müssten mit Vernunft und Augenmaß ausgeglichen werden. Den Erfolg, zwei so unterschiedliche Staaten in den vergangenen Jahren zu vereinen, dürfe man „sich nicht zerreden lassen“.

Die Verantwortlichen der Aktion signalisierten die Bereitschaft, die Baumpflanzaktion auch in den kommenden Jahren fortzuführen. Schließlich sei das nicht nur ein Symbol zum Nationalfeiertag, sondern auch gut fürs Klima. ksm

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