Lampertheim

Jubiläum Ortsvorsteher Karl Heinz Berg feiert runden Geburtstag

„Bürgermeister“ von Hüttenfeld ist 80 Jahre alt

Archivartikel

LAMPERTHEIM.In Hüttenfeld wohnhaft, in Lampertheims Politikszene zuhause – und das seit über 30 Jahren. Treffender als Bürgermeister Gottfried Störmer könnte man das Wirken von Hüttenfelds Ortsvorsteher und SPD-Urgestein Karl Heinz Berg wohl nicht bezeichnen. Dabei habe sich der Wahl-Hüttenfelder stets besonders für die Belange „seines“ Stadtteils eingesetzt. Seit 1985 ist der dort für die Sozialdemokraten Mitglied im Ortsbeirat, seit 2001 Stadtverordneter und seit 2013 Ortsvorsteher. Nun feierte „die gute Seele des Orts“ seinen 80. Jahrestag. Geht es nach Bürgermeister Störmer, soll deshalb aber noch lange nicht Schluss mit Lokalpolitik sein.

Der Verwaltungschef überbrachte Berg seine persönlichen Glückwünsche und die des Magistrats im Bürgerhaus, wo die Stadt dem Geburtstagskind einen Empfang bereitet hatte. Der Platz im Foyer reichte kaum aus, zu Bergs Ehrentag waren sie alle gekommen: politische Wegbegleiter, Vertreter aus der Vereinswelt und der Wirtschaft, Schulleiter, Pfarrer, Bürger – und natürlich seine Familie. „Das zeigt, welche Wertschätzung Sie sowohl in Hüttenfeld als auch in Lampertheim genießen“, betonte Störmer.

Die größte Freude bereitete dem Jubilar aber Enkel Marcel, der mit seiner Freundin Tammy unangekündigt aus Berlin angereist war. „Nicht böse sein, Herr Bürgermeister – aber das ist für mich der Höhepunkt des Tages“, freute sich ein sichtlich gerührter Ortsvorsteher.

Störmer bescheinigte ihm, sich oftmals „hartnäckig“, aber immer „zielführend“ für Hüttenfeld stark gemacht zu haben. „Im Mittelpunkt ihres Wirkens steht die Stärkung des Zusammenlebens und der dörflichen Identität“, so der Rathauschef. Das sei ihm etwa mit dem Einsatz für einen Winterrasen für die SG Hüttenfeld, für den Umbau des Bürgerhausvorplatzes oder für den Erhalt des Dorfladens gelungen. Unter der Hand, so Störmer schmunzeln, werde er schon „Bürgermeister von Hüttenfeld“ genannt. Ohnehin ist Berg stark in Hüttenfeld und deren Vereinswelt verwurzelt. Und das, obwohl er ein gebürtiger Odenwälder ist. Geboren und aufgewachsen in Rittersbach bei Mosbach, zog die Familie im Alter von zehn Jahren nach Mannheim. Erst 1966 kam er mit seiner Frau nach Hüttenfeld, wo er sich heute heimisch fühlt.

Er selbst bezeichnete sich als „Träumer“ und „Faulenzer“ in jungen Jahren. Erst mit seiner Frau sei er erwachsen geworden – was diese zu Kopfschütteln veranlasste. Ein teurer Wegbegleiter in der Politik war stets Walter Schmitt, dessen Stellvertreter er ab 2001 war und den er schließlich 2013 beerbte. „Er hat mich politisch groß gezogen, in seine Fußstapfen werde ich nie passen“, gab sich Berg bescheiden. ksm

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