Lampertheim

Mobilität Fahrgastbeirat Lampertheim stellt neun Punkte für bürgerfreundlichen Nahverkehr vor

Bus nach Heppenheim gefordert

Lampertheim.Mit insgesamt neun Punkten hat der Fahrgastbeirat Lampertheim konkrete Vorstellungen, wie der Nahverkehrsplan in Zukunft bürger- und verbraucherfreundlicher gestaltet werden kann. Die aktuellen Forderungen wurden an den Kreisbeigeordneten Karsten Krug (SPD) übergeben, um im Kreisausschuss vorgetragen zu werden.

Der Lampertheimer Fahrgastbeirat ist bisher der einzige kommunale, für den Landkreis Bergstraße gibt es ebenfalls ein solches Gremium, das sich kreisweit für die Belange der Nahverkehrsnutzer einsetzt. Ziel ist es, den Nahverkehr attraktiver zu machen und mehr Komfort für alle Nutzer zu bieten.

Die Forderungen des Lampertheimer Fahrgastbeirates sind in erster Linie eine regelmäßige Busverbindung nach Heppenheim, da das derzeitige Angebot von Lampertheim bis zum Kreiskrankenhaus in Heppenheim nur zweimal täglich über ein einen vorherigen Anruf möglich ist. „Diese Möglichkeit wird sehr wenig genutzt, weil sie genau geplant sein muss und das vorherige Anrufen ein gewisses Hemmnis mit sich bringt“, erklärt die Vorsitzende des Fahrgastbeirats der Stadt Lampertheim, Lara Strubel.

Auch eine regelmäßige Busverbindung über die Kreisgrenze hinaus zum Knotenpunkt Mannheim-Sandhofen wird in diesem Punkteplan gefordert. Die Fahrt ist bisher ebenfalls nur über ein Ruftaxi möglich, die direkte Busverbindung wurde vor Jahren eingestellt, nur die Schienenverbindung besteht noch. Ein weiteres großes Problem ist der Schülerverkehr vom Schulzentrum West nach Biblis, nach Wattenheim sowie nach Nordheim beziehungsweise Bürstadt und Bobstadt nach der 11. Schulstunde um 17.10 Uhr.

Derzeit fährt um diese Zeit kein Schulbus, aber für immer mehr Schüler endet erst um diese Zeit der Stundenplan. Grundsätzlich wünscht sich der Fahrgastbeirat eine bessere Vernetzung der Riedgemeinden über die Buslinie. Und in diesem Zusammenhang steht auch der Wunsch nach Einbezug und Berücksichtigung von Zukunftstechnologien bei der Auswahl der Busse im öffentlichen Nahverkehr. „Auf alternative Motorisierung, möglichst klimaneutral, sollte Wert gelegt werden“, betont Frank Hege, der auch für die Grünen im Stadtparlament sitzt.

Ein weiteres Anliegen des Beirates ist die Ausstattung der Busse. Hier sollten die verbindlichen Fahrzeuganforderungen des Nahverkehrsplanes des Kreises Bergstraße umgesetzt werden, dazu zählen auch die barrierefreie Ausstattung sowie der Umbau der Haltestellen. Bisher sind von über 100 Bushaltestellen neun ausgebaut. Auch die Ticketpreise sollen über die Zeitkarten hinaus optimiert werden. hgl

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