Lampertheim

MGV Sängerbund Hüttenfeld Großes Herbstkonzert zum Jubiläum des Frauenchors und zur zehnjährigen Tätigkeit von Dirigent Marc Bugert

Chöre bedanken sich mit einem Ständchen

Archivartikel

HÜTTENFELD.Ein Lied sagt mehr als tausend Worte. Ein umgetextetes Lied mit eigenen Worten aus Hunderten Stimmen aber umso mehr. Zum Abschluss ihres großen Herbstkonzerts haben die Chöre des MGV Sängerbund 1892 Hüttenfeld ihrem Dirigenten Marc Bugert ein eigens getextetes Ständchen auf die Melodie von Hannes Wader‘ „Gut, wieder hier zu sein“ gesungen. Damit zeigten die Sänger ihre Dankbarkeit gegenüber Bugert, der seit nunmehr zehn Jahren die Erwachsenenchöre in Hüttenfeld leitet.

Zuvor schon erlebten die Zuhörer im nahezu vollbesetzten Bürgerhaus ein abwechslungsreiches wie stimmgewaltiges Konzert. Zur Feier des Tages waren nämlich auch Chorformationen aus Fehlheim gekommen, die ihre Hüttenfelder Kollegen stimmlich unterstützten. Die dortigen Chöre werden ebenfalls von Bugert geleitet.

Ohnehin scheinen die Sänger ihre Freundschaften untereinander zu pflegen. Neben den Fehlheimern erwiesen auch zahlreiche Vertreter Lampertheimer und Weinheimer Gesangvereine den Hüttenfeldern die Ehre. Der Siedlergesangverein aus Käfertal übernahm sogar die Bewirtung an der Theke, damit sich die Kollegen voll und ganz aufs Singen konzentrieren konnten.

Neben dem Jubiläum ihres Dirigenten feierte der MGV aber noch ein weiteres Jubiläum. Seit 25 Jahren besteht beim ursprünglichen Männergesangverein ein Frauenchor. Weniger als ein halbes Dutzend Frauen hatte im Oktober 1994 die Formation in der Gaststätte „Kurpfalz“ ins Leben gerufen. Die damalige Vision: Wegen drohender Überalterung des Männerchors wollten die Vereinsverantwortlichen einen Frauenchor aufbauen, um später einen gemischten Chor gründen zu können. Heute singen etwas mehr als ein Dutzend Frauen.

Mit Gospel überzeugt

Musikalisch stand die Vorstellung deshalb unter einem besonderen Stern. „Mädels, ihr seid heute gefordert“, gab Vorsitzender Kurt Muntermann seinem Frauenchor zur Begrüßung mit auf den Weg. Insgesamt sechs Lieder gaben sie in der ersten Programmhälfte zum Besten, der Fehlheimer Frauenchor und die Formation „Funtastixx Fehlheim“ sangen je drei Nummern.

Gleich zu Beginn stand mit „Nobody knows“ einer der ersten Gospelsongs, den die Frauen mit ihrem Dirigenten gelernt hatten. Mit der stimmungsvollen Nummer, gespickt mit kurzen Soli, bewiesen die Frauen ihr besonders Können für diese Art der gefühlvollen Musik. Im Anschluss überzeugten die Damen mit „Barcarole“, „Lass die Sonne in dein Herz“ und „I say a little prayer“.

Zum Abschluss des ersten Teils schloss sich auch der Männerchor dem Jubiläumskonzert an. Trotz des Turnhallenflairs sorgten sie erst allein, dann mit den Fehlheimer Sängern für eine stimmgewaltige Atmosphäre. Als Zugabe überraschten sie dann mit dem allerersten Lied, das sie vor fast genau zehn Jahren mit Bugert einstudiert hatten: „Abends im Walde“.

Im zweiten Part griffen dann auch die Kinder- und Jugendchöre unter der Leitung von Ronald Ehret ins Geschehen ein. Mit heiteren Liedern wie „Tschitti Bäng Bäng“ und „Fehlgeschossen“ trugen die Jüngsten ihren Teil bei, bevor der Jugendchor und die „Purple Voices“ auftraten. Nach fast drei Stunden ging so ein abwechslungsreiches Konzert mit verschiedensten Stilen zu Ende, das Dirigent Marc Bugert in Erinnerung bleiben dürfte. ksm

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