Lampertheim

Ökumene In die Leidensgeschichte Jesu vertieft / Von Lukasgemeinde zu Mariä Verkündigung

Christen aller Konfessionen gehen auf Kreuzweg ans Licht

Lampertheim.„Ans Licht“ lautete das Motto des ökumenischen Kreuzwegs der Jugend, der bereits zum vierten Mal in Lampertheim organisiert wurde. Jugendliche sowie Angehörige aller Konfessionen trafen sich im Hof der Lukasgemeinde, um den Weg gemeinsam zu beschreiten. „Es freut mich, dass so viele den Weg in die Lukasgemeinde gefunden haben“, begrüßte Gemeindepädagogin Birgit Ruoff die Anwesenden.

Organisiert wurde der Kreuzweg in Zusammenarbeit mit der katholischen St. Andreas Gemeinde und der evangelischen Kirche aus Bürstadt. Los ging es mit der Leidensgeschichte Jesu, die von den Konfirmanden vorgetragen wurde. Dabei hielten die christlichen Pfadfinder das Kreuz, das Schmerzen und Leiden symbolisierte. An dessen Fuß wurde eine Kerze angezündet, die die Auferstehung darstellte. Darauf folgte ein Gebet, und die Gruppe sang gemeinsam das Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“. Im Anschluss daran erhielt jeder eine Kerze, die er auf dem Weg tragen konnte.

Insgesamt gab es sieben Stationen, die durch ganz Lampertheim führten und von den Jugendlichen selbst gestaltet wurden. Der zweite Halt war an der Domkirche. Dort lautete das Thema „Du bist verurteilt“. Ministranten der katholischen Kirche St. Andreas sprachen dabei über Vorurteile im Alltag. Wofür wurde Jesus verurteilt? Wie können wir damit umgehen, wenn jemand verurteilt wird? Diese und weitere Fragen stellten sich die Teilnehmer.

Antworten im Dialog gesucht

Die dritte Station am Schillerplatz stand unter dem Motto „Dir hilft jemand“. Dabei setzen sich die Teilnehmer erneut mit verschiedenen Fragen auseinander: Wer sind meine besten Freunde? Wann hat mir schon mal jemand geholfen, ohne dass ich es erwartet habe? Im Dialog mit anderen wurden diese Fragen beantwortet. Das laute Stimmengewirr der angeregten Gespräche drang dabei weit über den Schillerplatz hinaus.

Mit einem Gebet bedankte sich die Gruppe dafür, nicht allein zu sein, und zog nach dem gemeinsamen Singen weiter zur vierten Station, die auf der anderen Seite des Platzes wartete. Dort hörten die Teilnehmer einen Beitrag über die positive Bedeutung des Weinens als Zeichen von Stärke. Die nächste Station des Kreuzweges führte vor das St. Marienkrankenhaus. Die Gruppe wurde dort über die Lehre unterrichtet, dass der Geist, die Liebe und die Würde unzerstörbare Werte seien.

Über den Filterweg ging der Kreuzweg dann weiter zur Gemeinde Mariä Verkündigung. Dort endete der Weg mit einer Abschlussandacht und einem kleinen Umtrunk. Dieser bot den Jugendlichen und allen anderen Teilnehmern die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen, bevor der Abend sein Ende fand.

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