Lampertheim

Handball Bezirksoberliga-Team von Trainer Achim Schmied wurde deutlich verjüngt und verfügt über großes Potenzial

„Da entsteht etwas“ beim TVL

Lampertheim.Mit Spannung und Vorfreude blickt man beim TV Lampertheim auf die neue Bezirksoberliga-Saison. Spannung, weil man noch nicht so recht weiß, wo die Mannschaft nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Michael Redig, Nico Glanzner und Frederik Saul steht und mit Vorfreude, weil die jungen Spieler im neuformierten Team in der Vorbereitung „viel Spaß gemacht“ haben, wie Trainer Achim Schmied betont.

„Wir stehen gut da. Die Entwicklung passt“, findet der Coach, der aber auch einschränkt: „Wir werden in der Runde auch noch Lehrgeld zahlen müssen, weil die Mannschaft einfach sehr jung ist.“ Das wurde auch schon bei vielen Testspielen deutlich, in denen die Spargelstädter meist bis in die Schlussphase hinein sehr gut mithielten, um dann am Ende aber einzubrechen. „Das liegt zum einen an unserem kräftezehrenden Spiel mit viel Tempo, aber natürlich auch an der Unerfahrenheit. Wenn meine Jungs zwei, drei Fehler machen, dann werden sie noch unsicher. Das müssen wir schleunigst abstellen und mit mehr Selbstvertrauen an die Sache herangehen“, gibt der Trainer seinem Team mit auf den Weg.

Heimspiel gegen Erbach abgesagt

Dass Lampertheim in guter Verfassung ist, zeigte sich auch bei der 27:32-Niederlage am vergangenen Samstag im Testspiel gegen den Landesliga-Absteiger HSG Fürth/Krumbach. Auch in dieser Partie war der TVL bis zwölf Minuten vor dem Ende auf Augenhöhe. „Dann ist die Kraft ausgegangen, zumal wir gerade im Rückraum auch nicht komplett waren“, so Schmied. Über das Spiel am Sonntag gegen die SG Arheilgen würde der Coach am liebsten den Mantel des Schweigens legen: „Das war absolut zum Vergessen“, meint er mit Blick auf die 29:36-Niederlage. „Da haben wir in der Abwehr fast nie einen Zugriff bekommen und vorne viel zu viele Fehler gemacht.“ Aber auch das möchte er nicht überbewerten und sprach vielmehr von einer schlechten Generalprobe vor der Premiere.

Doch aus der wird erst einmal nichts: Am Dienstag wurde das Heimspiel gegen den SV Erbach abgesagt, da ein großer Teil der Gäste-Mannschaft wegen einer Corona-Infektion in Quarantäne ist. „Wir schauen jetzt mal, ob wir noch kurzfristig ein Testspiel einschieben können“, hat Schmied noch eine Anfrage aus Worms für exakt diesen Sonntag vorliegen. Die Runde steigt für die Spargelstädter dann – hoffentlich – eine Woche später mit den Auswärtsspiel bei der HSG Fürth/Krumbach.

Wohin die Reise seiner Mannschaft gehen wird, darüber ist sich der Übungsleiter noch nicht so recht im Klaren: „Perspektivisch bin ich überzeugt, dass da etwas entsteht. Wenn die Jungs in dieser Konstellation zwei, drei Jahre zusammenbleiben, dann werden sie oben angreifen können.“ Viele Akteure haben ihn in der Vorbereitung positiv überrascht. So hat Felix Nieter einen weiteren Sprung nach vorne gemacht, das junge Rückraum-Duo Max Deisler und Jonas Gaebler schickt sich an, die Lücke im Rückraum zu schließen und Timm Pfendler hat noch einmal nachgelegt, ist jetzt auch körperlich deutlich präsenter. „Die Jungs sind auf dem richtigen Weg“, betont der Trainer, der auch die Entwicklung der beiden Linkshänder Tizian Karb und Alexander Kühr lobt, die von ihrer angestammten Rechtsaußenposition zuletzt auch immer wieder im rechten Rückraum eingesetzt wurden „und das richtig gut gemacht haben“. Erwartungsgemäß stark präsentierte sich der Neuzugang im Tor, Lukas Kolliks. Der höherklassig-erfahrene Keeper hat hinter der offensiven, auf Ballgewinne ausgerichteten Deckung zwar keinen leichten Stand und sieht sich oft freien Gegenspielern gegenüber, „aber er hat schon Klasse, spielt hervorragende Gegenstoßpässe und bildet gemeinsam mit Max Griesheimer ein starkes Gespann“, lobt Achim Schmied .

Jetzt aber will der Trainer erstmal versuchen, das Team im vorderen Mittelfeld zu stabilisieren. „Wenn am Ende Platz vier rausspringt, dann bin ich sehr zufrieden.“ Insgesamt rechnet er mit einer extrem ausgeglichenen Runde, in der gleich mehrere Mannschaften Ambitionen auf den Titel haben. me

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