Lampertheim

London Pub Annalisse Walker sorgt für Vorweihnachtszauber

Da schmilzt sogar der Kunstschnee

LAMPERTHEIM.Budenzauber auf dem Europaplatz, Weihnachtszauber im London Pub: Mit ihrer einzigartigen Soul-Stimme holte Sängerin Annalisse Walker die Feiertage schon vor Beginn des Weihnachtsmarktes in Lampertheims Kultkneipe. Weltbekannte Nummern wie „Last Christmas“, „Winter Wonderland“ oder „Santa Claus is coming to town“ interpretiert die Australierin so, wie man sie noch gar nicht kennt.

Von wegen ausgelutschte Songs, die spätestens ab erstem Advent im Radio die Nerven strapazieren – Folkrock, Jazz, eine Prise Besinnlichkeit und eine außergewöhnliche Stimme machen aus dem Konzert einen ganz besonderen Auftritt. Und das mitten im Hochsommer. Schließlich herrschen in Walkers Heimatstadt Perth an der australischen Südwestküste an Heiligabend nicht selten 40 Grad. „Da schmilzt der Kunstschnee von den Fenstern weg“, erklärt Annalisse Walker.

Mit George Gershwins „Summertime“ bringt sie den australischen Sommer auch gleich anschaulich ins Pub. Weil Walker seit 2016 mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in Heidelberg lebt, hat sie inzwischen aber die „echten“ Weihnachtswinter lieben gelernt. Und so hofft die ehemalige Finalistin der TV-Show „The Voice of Australia“ mit einem ihrer Lieblingslieder „Let it snow“ auf weiße Weihnacht. Fehlen dürfen an diesem Abend auch nicht ein fröhliches „Feliz Navidad“ zum Mitsingen, „Dreaming of a white christmas“ mit Glöckchen und Schellen oder ein herzzerreißendes „All of me“ von John Legend.

Trotz ihrer einnehmenden Stimme kann sich die Australierin aber auch zurücknehmen. Etwa, wenn Jochen Treu so viel Jazz und Blues aus seinem Saxofon herausholt wie nur irgend möglich. Wenn Christoph Stadtler die Saiten „around the christmas tree“ rockt oder wenn Hans-Jürgen Götz seine stadtbekannte Waschbrettkrawatte zückt. Bei „Jingle Bells“ läuft er mit Nikolausmütze und metallbesetzten Handschuhen durchs Publikum und spielt den Song auf allem, was ihm in die Quere kommt: Gläser, Tische und sogar der Bar. Nach John Lennons „Christmas time“ gibt die Australierin mit „Songbird“ noch eine letzte, emotionale Zugabe. ksm

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