Lampertheim

Vogelpark Biedensandschule unterstützt Einrichtung mit stolzem Betrag / Bürgermeister: Stadt am Erhalt interessiert

Dank für engagierten Einsatz

Lampertheim.Julia Hois, Konrektorin der Biedensandschule, hatte die Idee, im Lehrerkollegium eine Spendenaktion ins Leben zu rufen. Das Geld sollte einem sozialen Zweck in der Region zugutekommen. Über den Vorschlag per Rund-E-Mail freuten sich besonders Schulleiterin Sibylle Hermanns und Personalrätin Nadine Geyer. Es kam eine Summe von 1040 Euro zusammen, die kürzlich an den Vogelpark Lampertheim gespendet wurde.

Dirk Dewald vom Stadtmarketing hatte den Lehrerinnen empfohlen, den Vogelpark zu unterstützen. Der Verein könne eine Finanzspritze gut gebrauchen, da Modernisierungsarbeiten im Tierbereich anstehen, darunter eine neue Quarantäne- und Krankenstation sowie die Sanierung von Gehegen. Außerdem kann es sich Schulleiterin Hermanns vorstellen, den Vogelpark mit den Schülern an einem Aktionstag zu besuchen. „Die schönsten Ausflugsziele liegen vor der Haustür“, meinte Dewald, der City- und Eventmanagement-Leiter.

Der Vorsitzende des Vogelparks, Stephan Germann, nahm den symbolischen Scheck entgegen und bedankte sich auch im Namen der Mitglieder. „Wir haben verschiedene Projekte, in die das Geld fließt“, erklärte Germann.

Betriebsdienste helfen mit

Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer dankte dem Spender-Kollegium, aber auch den Betreibern des Vogelparks. Denn die Mitglieder und Helfer packten tüchtig an. Die Einrichtung bestehe seit Jahrzehnten und müsse erhalten werden, bekräftigte Störmer. Unterstützung leisteten auch die Technischen Betriebsdienste der Stadt. Allerdings müsse die Stadt darauf achten, alle Lampertheimer Vereine gleich zu fördern. Einen städtischen Vogelpark könne es nicht geben, das sei nicht zu stemmen.

Während ihres Aufenthalts im Vogelpark sprühten die Lehrerinnen vor Ideen. Im Werkunterricht könne der eine oder andere Gegenstand als Unterstützung für den Park gefertigt werden. Auch Verwaltungschef Störmer setzte Impulse: Die Beruflichen Schulen könnten angeregt werden, Nützliches für den Vogelpark herzustellen. Jeder Handgriff sei eine Erleichterung für den Verein. Für die Quarantäne- und Krankenstation, die im nächsten Jahr entstehen soll, will der Vereinsvorsitzende erst einmal Handwerkerangebote einholen. Der Lampertheimer Bauhof packe auch mit an.

Die Modernisierungsmaßnahmen würden unter der Aufsicht des Veterinäramtes realisiert. „In diesem Jahr bleibt der Vogelpark geschlossen, die Baumaßnahmen müssen erst beendet werden“, betonte Germann. Er fügte hinzu: „Außerdem fehlt die Betriebserlaubnis, es muss noch der Berechtigungsschein für die Vögel absolviert werden.“ Auch der Gastronomiebereich bleibt zu. Die Auflagen für das Vereinslokal seien wie bei einem Restaurant.

„Die Hygieneregelungen zu erfüllen, ist für uns zu umfangreich und wir haben keine Gastronomenausbildung“, sagte Germann. Außerdem wollten die Vereinsmitglieder den Spargelstädter Gastronomen keine Konkurrenz machen. Durch die Corona-Pandemie erfolgten keine Schulungen, und ein Folgetermin stehe noch nicht fest, gab der Vorsitzende zu bedenken.

Doch das Vogelparkteam lässt sich weder von Corona, noch von den Problemen unterkriegen. Der Vorstand hat zahlreiche Pläne im Kopf. Beispielsweise will er einen Rundweg im Park anlegen. Auch dafür bedarf es einiger Veränderungen. Beim Spaziergang durch den Vogelpark zeigte sich die Schulleitung sehr erfreut und lobte die Ehrenamtlichen für deren Einsatz. Vor allem entzückten die jungen Storchenfamilien. Denn unter den wachsamen Blicken der Storcheneltern breiten die Jungstörche bereits ihre Flügel aus und wappnen sich für die ersten Flugversuche.

Anlässlich des Pressegesprächs stellte der Vereinsvorsitzende noch die von den Mitgliedern gefertigten Vogelhäuschen vor. Diese bestehen aus Naturmaterialien und kosten zwischen 24,50 und 34,50 Euro. Mit deren Verkauf soll ebenso der Vogelpark unterstützt werden.

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