Lampertheim

Lessing-Gymnasium Gute Schüler helfen weniger guten / Engagement mit Zertifikat honoriert

Dank Lernagenten zu besseren Noten

Lampertheim.Seit ihrer Gründung 2008 entwickelte sich die Lernagentur des Lessing-Gymnasiums Lampertheim (LGL) zu einer echten Erfolgsgeschichte. Die Idee, die dahintersteckt: Gute Schüler der Oberstufe helfen weniger guten der Mittel- und Unterstufe dabei, ihre fachlichen Defizite auszumerzen und so ihre Noten zu verbessern.

Als in der Mediathek ein scheidender Jahrgang von Lernagenten verabschiedet wurde, zeigte sich, dass diese Einrichtung schon längst im Schulalltag angekommen ist und von den Schülern akzeptiert wird. „Wir haben zurzeit zwischen 30 und 50 Lernagenten“, informierte Christian Bunkus, der Leiter der Lernagentur.

Die meiste Nachfrage gebe es noch immer in den Fächern Mathematik und Latein, aber der Bedarf in Deutsch wachse beständig, da es eine immer größere Zahl nicht deutschstämmiger Kinder auf das LGL ziehe. Den Vorteil dieser Institution sah er auf beiden Seiten. Die Nachhilfeschüler kämen im Gegensatz zum Förderunterricht zu einem Einzelunterricht, die oft nicht förderliche Barriere zwischen Lehrer und Schüler falle zugunsten einer Ansprache weg, in der beide Parteien eher auf Augenhöhe kommunizieren. „Außerdem übernimmt das Lessing-Gymnasium die Kosten von acht Euro pro Stunde. Für die Eltern ist das Angebot komplett kostenlos“, sagte Bunkus. Da es sich dabei aber nicht um eine langfristige Dauernachhilfe, sondern nur um eine „zwischenzeitliche Unterstützung“ handeln soll, ist das Kontingent auf acht Stunden pro halbes Jahr begrenzt. Weiterhin wird ein Lernvertrag aufgesetzt, in welchem Lernziel und zu leistendes Pensum festgelegt werden.

„Wir haben massive nachweisbare Erfolge“, äußerte sich Bunkus positiv über die Resultate. Leid tat es ihm lediglich, dass an diesem Tag gleich zwölf erfahrene Lernagenten aufhörten, die zum Teil schon seit Jahren viel Einsatzbereitschaft in der Agentur gezeigt hatten. Jetzt gilt es, am Nachwuchs zu arbeiten und diesen auszubilden. Einmal pro Jahr gibt es eine Infoveranstaltung für Interessierte, danach gezielte Schulungen. Für die scheidenden Lernagenten hatten er und Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur indes nicht nur Dank parat. Bunkus: „Das Zertifikat dokumentiert eurer Engagement, das in der Arbeitswelt gern gesehen wird“. jkl

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