Lampertheim

Ferienspiele 30 Kinder kühlen sich im Lampertheimer Freibad unter Aufsicht der DLRG ab / Seepferdchen-Abzeichen verteilt

„Das Programm heißt heute einfach nur Wasser“

Archivartikel

Lampertheim.Für eine heiß ersehnte Abkühlung bei tropischen Temperaturen sorgte die fünfte Station der Lampertheimer Ferienspiele. 30 Kinder zwischen sechs und elf Jahren waren der Einladung von Jugendförderung und DLRG-Lampertheim in die Biedensand-Bäder gefolgt. Denn was kann es bei 38 Grad im Schatten Schöneres als einen Schwimmbadbesuch geben? „Nichts!“, frohlockte der achtjährige Jeremiah und warf sich rücklings die Rutsche hinunter. Im Nichtschwimmerbecken angekommen, ging es mit seinen Freunden gleich wieder die Wendeltreppe hinauf – allerdings mit etwas Wartezeit vorm Rutschvergnügen.

Während der Ausrichtung der Ferienspiele am Nachmittag war das Schwimmbad proppenvoll. Die DLRG-Verantwortlichen freuten sich zwar über „perfektes Badewetter“ – in den vergangenen Jahren hatte ihnen die schlechte Witterung schließlich oftmals den Schwimmbadbesuch verhagelt – doch war es diesmal fast schon zu perfekt.

Die sengende Hitze lockte nämlich nicht nur die Ferienspielkinder ins Bad. „Mehr Gäste heißt für uns auch mehr Stress“, erklärte Vanessa Marsch. Die Jugendvorsitzende der DLRG hatte den Tag für die Lampertheimer Kinder organisiert, mit sieben Kollegen patrouillierte sie am Becken entlang und hielt nach „ihren“ Jungen und Mädchen Ausschau. „Da keine Erziehungsberechtigten dabei sind, liegt die Verantwortung bei uns“, betonte sie.

Das nahmen die Lebensretter ernst, sie hatten ihr personelles Aufgebot wegen des großen Andrangs aufgestockt. Am Gewässer nebenan hielt außerdem die reguläre Seewacht die Stellung. Normalerweise dürften die Ferienspielkinder auch ins tiefe Becken. „Doch bei so viel Betrieb haben wir uns dagegen entschieden. Wir kennen die Kinder ja nicht, da könnte man zu schnell die Übersicht verlieren“, so Marsch.

Für noch mehr Sicherheit haben die Lebensretter vor dem Badevergnügen rote und blaue Bändchen fürs Handgelenk verteilt – je nachdem, ob die Kinder schon schwimmen können oder nicht. Dass sie nur ins Nichtschwimmerbecken durften, störte die Kinder indes nicht. „Hier kann man sowieso viel besser toben“, fand Jeremiah. Die großen Schwimmabzeichen mussten aber ausfallen, „Fürs Bahnenschwimmen ist nicht genug Platz“, sagte die DLRG-Jugendvorsitzende. Einige Seepferdchen-Abzeichen konnten sie aber dann doch noch verteilen. Und Programm brauchte es bei 38 Grad auch keines. „Das Programm heißt heute Wasser“, erklärte Marsch. Damit waren die Kinder einverstanden. ksm

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