Lampertheim

Lessing-Gymnasium Stellvertretender Schulleiter geht in Pension

Dath folgt auf Bocksnick

LAMPERTHEIM.Die Tinte ist trocken: Jérôme Dath ist neuer stellvertretender Schulleiter am Lessing-Gymnasium. Der 39-jährige Musik- und Französischlehrer tritt das Erbe von Frank Bocksnick an, der die Schule im Sommer nach fast 30 Jahren in der Schulleitung endgültig in Richtung Pension verlässt.

Offiziell ist Bocksnick schon seit Ende Januar pensioniert. Um einen „geschmeidigen Übergang“ zu gewährleisten, hatte sich das dienstälteste Schulleitungsmitglied aber vertraglich dazu bereiterklärt, das Gymnasium noch bis zum Schuljahresende mit leicht reduzierter Stundenanzahl zu unterstützen. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer im Unterricht insbesondere, um weiterhin Leitungsaufgaben an der Europaschule zu übernehmen und seinen Nachfolger einzuarbeiten. „Dafür sind wir ihm sehr dankbar“, betonte Direktorin Silke Weimar-Ekdur bei der Vorstellung seines Nachfolgers Jérôme Dath. Dieser lehrt seit zehn Jahren am LGL und hat seit einem Jahr als Fachbereichsleiter schon in der Schulleitung mitgewirkt.

Das bisherige Tandem Weimar-Ekdur und Bocksnick war mit der Wahl von Jérôme Dath und der zügigen Neubesetzung „sehr zufrieden“. „Aber“, so die Schulleiterin, „Frank Bocksnick hinterlässt eine große Lücke“. Seit seinem ersten Tag am LGL 1990 hat Bocksnick auch in der Schulleitung mitgewirkt. Zunächst 14 Jahre lang als Studienleiter und dann – mit einem Jahr in beiden Funktionen gleichzeitig – als stellvertretender Schulleiter.

Zudem führte der Pädagoge die Schule kommissarisch für sechs Monate, als Direktor Jürgen Haist die Schule 2013 verließ. „Damals hat er auch mir sehr beim Start als Schulleiterin geholfen“, erinnerte Silke Weimar-Ekdur. Nun wolle Bocksnick seinem Nachfolger dasselbe ermöglichen. In Jérôme Dath habe man einen „guten und talentierten“ Nachfolger gefunden. Weimar-Ekdur, die Schulleitung als Teamarbeit versteht, kennt den Lehrer noch aus Zeiten ihrer Ausbildertätigkeit am Studienseminar in Heppenheim. Der gebürtige Schwabe hat anschließend seine gesamte, bisherige Lehrerlaufbahn am LGL verbracht.

Seit Osterferien im Amt

Nach der Anstellung als Vertretungslehrer 2007 wurde Dath Referendar und erhielt schließlich eine feste Stelle an der Lampertheimer Europaschule. Als Fachsprecher, dann beim Orchesteraufbau und als Assistent des langjährigen Studienleiters Karl-Heinz Fuchs erhielt er peu à peu mehr Verantwortung. Schließlich wurde er „Fachbereichsleiter I“. In den Osterferien übernahm der gebürtige Schwabe dann offiziell den Posten als stellvertretender Schulleiter.

Bei seiner neuen Tätigkeit sind nun besonders Koordination und planerische Fähigkeiten gefragt. Dass die Messlatte hoch hängt, weiß der 39-jährige. Das nehme er aber positiv, will auf der guten Grundlage aufbauen. Über allem schwebt konzeptionell das Großprojekt „Masterplan“, in dessen erste „Planungsphase 0“ Bocksnick sich maßgeblich eingebracht hatte. Das Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung eines neuen pädagogischen Konzepts begleitend zu den Baumaßnahmen.

Ohnehin habe sich in den letzten 30 Jahren viel auf dem Posten des Stellvertreters getan. „Heute gibt es größere Möglichkeiten der Partizipation bei konzeptionellen und pädagogischen Dingen“, betont Bocksnick. Auch dort möchte sich sein Nachfolger einbringen.

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