Lampertheim

Dirigentenjubiläum Werner Stöckel hat Hofheimer Chor in den vergangenen 50 Jahren zu großer Anerkennung verholfen

Der „Cäcilia“ gehört seine Leidenschaft

Hofheim.Werner Stöckel, Dirigent des Katholischen Kirchenchores und Gesangvereins „Cäcilia“, feiert am Sonntag, 27. Oktober, 10 Uhr, im Festgottesdienst in der Balthasar-Neumann-Kirche, sein 50. Dirigentenjubiläum. Zelebriert wird der Gottesdienst von Pfarrer Adam Malczyk. Gesanglich mitgestaltet wird die Feier von Stöckels Chor „Cäcilia“, der ihm längst ans Herz gewachsen ist. Nach dem Gottesdienst ist im Canisiushaus ein Empfang mit einem gemeinsamen Mittagessen vorgesehen.

Der musikalische Werdegang des weit über Hofheim hinaus bekannten Chorleiters begann mit 14 Jahren. Werner Stöckel sang als Tenor im Chor „Cäcilia“ zusammen mit seinen Eltern und erhielt früh Klavierunterricht. Das Dirigieren – seine Leidenschaft – erlernte er zunächst im Privatunterricht. Er erweiterte sein Können bei Weiterbildungen und perfektionierte seine Fähigkeiten auch im Orchesterdirigieren in der Mannheimer Musikhochschule in der Dirigierklasse. Mit 27 Jahren übernahm er 1969 die Leitung des Kirchenchores und Gesangvereins „Cäcilia“.

Mit Werner Stöckel an der Spitze erlebte der Chor einen beachtlichen Aufschwung. Die Mitgliederzahl wuchs beträchtlich, steigerte sich von 36 Sängern auf über 60 Sängerinnen und Sänger. Bereits bei seinem ersten Konzert 1970 begeisterten Chor und Solisten. Zwei Jahre später folgte 1972 das nächste Konzert im Bürgerhaus unter dem Motto „Ein bunter Melodienreigen“. Von „Domine pacem da nobis“ von Jakob Christ, über Melodien aus Wien bis zum „Vogelhändler“ begeisterten der Chor, das Orchester und die choreigenen Solisten das Publikum.

Die nachfolgenden anspruchsvollen Konzerte fanden abwechselnd in der Balthasar-Neumann-Kirche und im Bürgerhaus statt und trugen einmal mehr die Handschrift des ehrgeizigen Chorleiters. Mit herrlichen Bühnenaufmachungen und zeitgerechten Kostümen wurden ganze Spielszenen vorgetragen, unter anderem aus „Zar und Zimmermann“, der „Fledermaus“, „Figaros Hochzeit“, der „Zauberflöte“ bis zur „Maske in Blau“. Diese Aufführungen fanden in der breiten Öffentlichkeit große Resonanz und bestätigten die musikalische Richtung, die der Chor seinerzeit eingeschlagen hatte.

An Weihnachten und Ostern gehörten komplette Messen von großen Komponisten wie Mozart, Haydn oder Schubert mit Orchester und Solisten zur feierlichen Gestaltung der Gottesdienste ebenfalls zum Repertoire. Eine Herausforderung war für den heute 77 Jahre alten Chorleiter die Übernahme von zwei weiteren Chören. Durch seinen unermüdlichen Einsatz und seine hervorragende Arbeit hat er besonders auch bei vielen jungen Sängerinnen und Sängern den Grundstein für eine positive Entwicklung ihrer Musikalität und Persönlichkeit gelegt.

„Uns bleibt zu hoffen, dass wir noch viele erfolgreiche Auftritte unter der Leitung von Werner Stöckel erleben dürfen“, würdigen „Cäcilia“-Pressewartin Hildegard Keim und die erste Vorsitzende Andrea Rank die Leistungen des verdienten Jubilars. fh

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