Lampertheim

Der Natur geschadet

Zu den Berichten über das Fischsterben im Heegwasser.

Kadaver an Kadaver: Schon öfter hatten wir ein Fischsterben im Rhein – aber so massiv wie in diesem Jahr sicherlich nicht. Im meiner seit 28 Jahren andauernden Tätigkeit als Tierschützer und Betreiber der damaligen Auffang- und Pflegestation kommen mir fast die Tränen.

Nachdem die Fische tot auf dem Rhein trieben, hat man drei Belüftungsanlagen im Heegwasser platziert, die Bewegung und Sauerstoff ins Wasser bringen sollen. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen alles Mögliche tun werden, damit sich dieses Gewässer wieder erholen kann. Doch jetzt muss es erst einmal ganz schnell um Schadensbegrenzung gehen.

Erst wenn der Altrhein einen gewissen Durchfluss hat, kommt ausreichend Sauerstoff in dieses Gewässer. Würden die künstlich erschaffenen Gräben, die man vor Jahren zu diesem Zweck geplant und ausgehoben hatte, wirksam, wären solche Katastrophen wie das jüngste Fischsterben vermeidbar. Leider war es bislang aber immer so, dass der Mensch der Natur mehr geschadet als geholfen hat. Eigentlich ist es schon fünf nach zwölf. Und wir haben immer noch nicht gemerkt, wie sich unsere Natur allmählich verabschiedet. Oder wir wollen es einfach nicht bemerken. Heute sind es eine Vielzahl an toten Fischen. Morgen trifft es vielleicht Menschen wie du und ich.

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