Lampertheim

Neujahrsempfang SPD zählt Erfolge in Lampertheim auf

Der Stempel der Genossen

LAMPERTHEIM.Wie begegnet man weltweit schlechten Nachrichten und bundesweiten Umfragetiefs? „Mit Optimismus und guten Nachrichten“, findet Marius Schmidt. Seinen Worten ließ der SPD-Fraktionsvorsitzende beim Neujahrsempfang seiner Partei denn auch Taten folgen.

Er präsentierte im Alten Rathaus gleich mehrere Neuigkeiten mit dem „SPD-Stempel“ für die Spargelstadt. Dass die Sozialdemokraten in Lampertheim ihre Strahlkraft ohnehin noch nicht verloren haben und damit dem republikweiten Trend trotzen, das zeigte der regelrechte Ansturm der Besucher beim Neujahrsempfang. „Nächstes Jahr müssen wir uns was Größeres suchen“, stellte der Erste Stadtrat Jens Klingler trocken fest.

Gegen den Bundestrend

Der Erfolg auf kommunaler Ebene habe die Partei nicht zuletzt ihren zahlreichen Ehrenamtlichen zu verdanken, die bei nahezu jeder Veranstaltung Präsenz und Tatkraft zeigen – nicht nur für die eigene Partei.

Dafür bedankte sich auch Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer, der am Samstag zu Besuch kam. Ob sich der Einsatz bei den Kommunalwahlen 2021 positiv auswirkt, bleibt allerdings abzuwarten. Marius Schmidt, der nicht nur Vorsitzender im Lampertheimer Parlament, sondern auch SPD-Bergstraßen-Chef ist, konnte zu Beginn des neuen Jahres die Werbetrommel rühren. Im Hinblick auf die im Februar anstehende Kaufland-Schließung habe er in „Co-Produktion“ mit dem Rathauschef und in Abstimmung mit dem Bürgerkammer-Vorsitzenden Oliver Schmitt an einer Lösung besonders für ältere Bürger gearbeitet.

Ob und wann im Stadtteil Rosengarten ein Ersatz für den Nahversorger gefunden werden kann, ist zwar noch unklar. „Im Dialog mit Edeka Jochum wurde die Möglichkeit eines Fahrservices für Lebensmitteleinkäufe für ganz Lampertheim geboren. Die Lebensmittel können aber per Anruf oder Internet bestellt und dann von Edeka geliefert werden“, sagte Schmidt.

Werbetrommel für die SPD

Durch Gespräche mit Tagesmüttern habe man außerdem erreicht, dass der Kreis seine Satzung für Stundensätze überarbeitet und nach sechs Jahren wieder nach oben anpasst. Durch den Hinweis von Bundesjustizministerien Christine Lambrecht – sie war ebenfalls beim Neujahrsempfang in Lampertheim anwesend–, seien mithilfe des Bundesprogramms „Fachkräfteoffensive“ insgesamt fünf, vom ersten Tag an vergütete Erzieher-Ausbildungsplätze geschaffen worden. Auch in Sachen Mobilität schreibt sich die SPD Neuerungen auf die Fahne. „In den Nahverkehrsplan des Kreises wird die Buslinie zwischen Lampertheim und Heppenheim aufgenommen. Mit Kosten von einer halben Million Euro jährlich schließt sie eine Lücke im Netz“, betonte Marius Schmidt. Im Anschluss an die politischen Reden gab es für alle Besucher Sekt, Kaffee und Kuchen. ksm

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