Lampertheim

Lampertheim Zum Auftakt der traditionellen Veranstaltung singen die Kinder / Störmer sucht nach alternativem Veranstaltungsort

Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet

Lampertheim.Es gibt diese Momente, in denen fast alles zueinander passt. Das gilt auch für die Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Lampertheim. Während die Kinder der Schillerschule Weihnachtslieder auf dem Europaplatz singen und die stolzen Eltern applaudieren, liegt der Duft von Bratwurst und Glühwein in der Luft. Ein Karussell dreht sich und der Weihnachtsbaum ragt hoch hinaus.

Lampertheimer Vereine am Start

Angestrahlt von der weihnachtlichen Beleuchtung, bedanken sich Rathauschef Gottfried Störmer und Spargelkönigin Alina-Sophie I. bei den etwa zwei Dutzend aufgeregten Schülern und eröffnen gemeinsam mit dem Weihnachtsmann feierlich den Markt. „Es könnte zwar etwas winterlicher sein, aber die Atmosphäre ist trotzdem gut“, flüstert eine Besucherin, die sich eben noch bunte Topflappen an einem der Stände angeschaut hat. Ein Schönheitsfehler?

Nicht unbedingt. „Wenn man ein paar Stunden in eisiger Kälte steht, kann es schon unangenehm kalt werden, sagt etwa Pamela Ihrig, die Erste Vorsitzende des Lampertheimer Tauch-Clubs. Gemeinsam mit Mitstreiter Thorsten Saalfeld schenkt sie am Stand des Clubs „Abtaucher“ – also Glühwein mit Rum-Kirschen – sowie „Tieftaucher“ – heißer Sljivovic – aus.

Wie Ihrig sagt, sollen die Einnahmen aus den beiden Wochenenden für Renovierungsarbeiten am Clubhaus genutzt werden. „Die Dachrinne müsste erneuert werden, auch die Elektrik ist überholungsbedürftig“ fügt Saalfeld hinzu. Nicht zuletzt sei man auch wegen der besonderen Atmosphäre hier und weil man auf dem Weihnachtsmarkt auch auf sich aufmerksam machen könne, wie er hinzufügt. Neugierigen Blicke einiger Besucher sprechen für seine These. Feuerzangenbowle, Honig und Bratwurst – der Besuch des Weihnachtsmarktes hält keine Überraschungen parat, andererseits fehlt es nicht an den traditionellen Angeboten eines Weihnachtsmarktes. So gibt es auch beim Lampertheimer Förderverein „Help“ Crêpes, Hotdogs und natürlich Glühwein.

Einnahmen werden gespendet

Die Einnahmen sind vorgesehen für die Einrichtung eines Entspannungsraums für Senioren im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, wie Simone Kissel vom Vorstand des Vereins erzählt. Klingt nach einem guten Plan. Zumal der Verein dank seiner Spenden einen solchen Snoezelraum schon in der Kindertagesstätte Guldenweg fördern konnte.

Und der Bürgermeister? Kündigt an, dass sich die Stadt auch weiterhin mit der Frage nach einem guten Standort für den 1977 erstmals organisierten Weihnachtsmarkt umschauen will. Manche finden, dass die Veranstaltung womöglich besser rund um die Domkirche oder im Stadtpark aufgehoben wäre, zumal mit der Römerstraße eine der Hauptverkehrsadern Lampertheims direkt am Europaplatz vorbeiführt.

„Wir schauen, was wir machen können. Einfach wird es nicht, einen besseren Standort zu finden“, sagt Störmer und blickt nachdenklich in die Nacht. Dann wünscht er schon einmal schöne Feiertage und geht seines Weges. Derweil amüsieren sich die Besucher. „Oha, hier gibt es ja Käsespätzle“, ruft eine Frau erfreut. Von irgendeinem Stand schallt lautes Lachen herüber, der Europaplatz füllt sich zunehmend. Darauf einen „Tieftaucher“.

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