Lampertheim

Fastnacht Mitglieder des CCRW bestätigen Vorstand um Freddy Herweck auf Jahreshauptversammlung im Amt

Der Wilde Westen ruft

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Die hölzerne Pendeltür schwingt auf, drinnen klassische Western-Musik zwischen „Lucky Luke“, den „Dalton-Brüdern“ und bunten Indianern – Willkommen im Saloon. So stellen sich die Verantwortlichen des Lampertheimer Carneval-Clubs ihre Kampagne für das Jahr 2018/19 vor, die sie in groben Zügen ausnahmsweise schon bei der Jahreshauptversammlung verrieten.

Die turnusgemäße Versammlung stand unter dem Motto „Nach der Fastnacht ist vor der Fastnacht“. Denn während der wiedergewählte Vorsitzende Freddy Herweck das vergangene Jahr mit diversen Großveranstaltungen, darunter dem Kreisnarrenempfang in der Zehntscheune, Revue passieren ließ, wird an anderer Stelle schon kräftig geplant. „Wir bewegen uns eher im Klassischen, gehen in der nächsten Saison in den Westen“, erklärte die zweite Vorsitzende Jesina Litters den 34 anwesenden Mitgliedern. Das sei aber viel mehr als nur Cowboy und Indianer, deutete sie an. Details zur neuen Kampagne wurden aber noch nicht mitgeteilt.

Zuvor wurden Herweck und Litters an der Spitze des Vereins ohne Gegenkandidaten und mit klaren Mehrheiten bestätigt, die Wahlen fanden auf Mitgliederwunsch geheim statt. Herweck erhielt zwei, Litters vier Gegenstimmen. Einziges neues Gesicht im Gesamtvorstand ist Sabrina Ehmann. Sie soll als zweite Schriftführerin künftig die Medienarbeit des Vereins, auch in sozialen Netzwerken, verbessern. Dort hatte der Vorstand ein „großes Manko“ ausgemacht. „Wir müssen besser werden“, meinte Beisitzer Markus Karb.

Ansonsten blickten die Fastnachter auf ein positives Jahr 2017/18 zurück. Der Mitgliederstand sei mit 135 nahezu unverändert, auch finanziell bescheinigte Kassenprüfer Sven Huthmann dem Vorstand und Schatzmeisterin Ingvelde Huthoff eine „hervorragende Leistung“. Er regte an, den Telefon-Anschluss im Clubheim wegen der anfallenden Kosten zu kündigen.

Enorme Kosten

Nach den Berichten von Sitzungspräsident und Spartenleiterin – der Verein hat aktuell acht Tanzgruppen und besuchte 42 Ordensfeste – ging Herweck auf den Lampertheimer Umzug ein. Der Chef-Fastnachter wünscht sich von den Feierwütigen weniger mitgebrachte Getränke. „Viele wissen oder begreifen es nicht, aber wir zahlen das alles. Vom Dixi-Klo über GEMA-Gebühren bis hin zu den DRK-Einsätzen. Das sind enorme Kosten“, so Herweck.

Um sich im kommenden Jahr ein kleines finanzielles Zubrot zu verdienen, hat der Verein nun einen eigenen Hänger von Sponsoren erhalten. Der erleichtere Transportwege und könne außerdem, mit Grill und Kühlschrank ausgerüstet, vermietet werden. Zum Ende stimmte die Versammlung einem Antrag zur Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von jährlich 40 auf 50 Euro für Erwachsene und von 20 auf 30 Euro für Kinder zu. Ab wann die gelten wird, müsse aber noch geklärt werden.

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