Lampertheim

Destruktives Verhalten

Uwe Rauschelbach kritisiert Übergriffe auf Rettungshelfer

 

Es ist kaum zu begreifen, leider aber offensichtlich Tatsache, dass Aggressionen und Rüpeleien nicht einmal mehr vor Personen Halt machen, die sich für die Sicherheit und den Schutz ihrer Mitmenschen einsetzen. Und es ist ein bedauerliches Phänomen unserer Zeit, dass dergleichen möglich scheint, ohne dass der Rechtsstaat hierauf eine wirksame Antwort hätte. Da müssen sich die Rettungskräfte schon selber helfen – ein paar körperliche Abwehrtricks sollten zum Repertoire eines Lebensretters gehören, will er nicht riskieren, eigens in Not zu geraten.

Wie viel Motivation wird ein im Rettungsdienst ehrenamtlicher Mitarbeiter vor diesem Hintergrund künftig noch aufbringen müssen, bevor er seinen Job frustriert an den Nagel hängt? Und wie lange wird es dauern, bis unser Gemeinwesen unter dem destruktiven Fehlverhalten einer wachsenden Zahl seiner Mitglieder ausgehöhlt in sich zusammenbricht?

Wir halten es offensichtlich für selbstverständlich, dass sich Menschen in Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk, DLRG oder Feuerwehr engagieren. Und wir tun in der Regel wenig, um das Engagement dieser Menschen zu unterstützen. Wir sollten aber wenigstens eines tun: es nicht auch noch erschweren.

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