Lampertheim

Schienenverkehr Bahn will Trassenbewertung vornehmen

Diagonale im Tunnel

Archivartikel

Neuschloss.Die Bürgerinitiative „Lebensraum vor ICE-Trasse“ Lampertheim (Bila) setzt nun auf den Greta-Thunberg-Effekt. Vor der Bürgerkammer Neuschloß äußerte Bila-Sprecher Ulrich Guldner die Einschätzung, die Bahn gehe bei der Wahl einer Vorzugstrasse für den ICE-Verkehr zwischen Frankfurt und Mannheim gegenüber ökologischen Belangen womöglich sensibler vor als bisher.

Dem nächsten Beteiligungsforum am 6. Dezember sieht Guldner deshalb einigermaßen optimistisch entgegen. Dort wolle die Bahn eine Bewertung der Trassenvarianten vorlegen. Ob sich darunter bereits eine Vorzugstrasse herauskristallisiere, sei derzeit offen. Ein Positionspapier des Verbands Region Rhein-Neckar lege unterdessen Wert auf den Erhalt von Waldbeständen, Ackerflächen und Habitaten. Gefordert würden Tunnellösungen. Allerdings werde die mit der Konsenstrasse definierte Bündelung einer ICE-Trasse mit den Autobahnen im Papier nicht erwähnt.

Guldner vermutet deshalb, der Verband halte eine untertunnelte Diagonale durch den Wald bei Neuschloß für akzeptabel. Bürgerkammer-Vorsitzende Carola Biehal bezeichnete es als ärgerlich, dass im Papier des Regionalverbands die Belange auf hessischer Seite nur oberflächlich angesprochen seien. urs

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