Lampertheim

Volksfest Die höchsten Feiertage im Lampertheimer Stadtteil stoßen auf große Besucherresonanz

„Die Howwemer Kerb is oifach Spitze“

Hofheim.Längst genießt die Howwemer Kerb ein hohes Ansehen in der Region, was am Wochenende einmal mehr sichtbar wurde. Der Besuch war trotz durchwachsener Witterung überwältigend, auch viele Nicht-Hofheimer genossen das Ambiente im Kerbedorf. Bereits bei der Ausgrabung der Kerb durch den Verein Kerbeborsch und Kerbemädels am Freitagabend ging es hoch her.

Erst unternahm der Kerbeborschverein eine zweistündige Rollenrundfahrt durch die Straßen, um dann an der „Vorstadt“ die Kerb bei Freibier auszugraben. Robin Vollhardt brachte auf der Leiter Anekdoten zu Gehör. Darunter den holprigen Kerbestart im letzten Jahr, den neuen Rundwanderweg („acht Kilometer zu Fuß marschiere, wie praktisch um sich abzureagiere“), Sahara-Sommer und Facebook-Beschwerden. Auch die Bürgermeisterwahl wurde thematisiert: „Es soll net blos in Lamberde, sondern ach in Howwe was passiere“, so der Kerberedner in Richtung Gottfried Störmer.

Die offizielle Eröffnungszeremonie am Samstag läutete der evangelische Posaunenchor mit einem pfiffigen Platzkonzert am Alten Rathaus ein. Zu den Klängen des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr zogen „Kerbemudder“ Heike Hildebrand und die Kerbeborsch ein. Das Rahmenprogramm gestalteten die Flower Powers und Piccolos des Carnevalvereins mit den Jumping Beans des Turnvereins, bevor die „Kerbemudder“ die Kerbe eröffnete.

Moderiert wurde die Eröffnungszeremonie von Silke Lüderwald: „Ob Reyje, Kält, Sunneschoi – mer wolle trotzdem lustisch soi. Egal ob mer friere orrer schwitze, die Howwemer Kerb is oifach Spitze“, stimmte die SPD-Vorsitzende die Massen ein. Auf eine gute Resonanz stieß auch der in die Balthasar-Neumann-Kirche verlegte ökumenische Gottesdienst. Beim Rundgang durch das von neun Vereinen gestaltete Kerbedorf blieben keine Wünsche offen. Das abwechslungsreiche kulinarische Angebot über die drei höchsten Howwemer Feiertage war enorm. Erlesene Weine, Sekt und Prosecco gab es beim Katholischen Kirchenchor und Gesangverein „Cäcilia“, die Apfelweinkultur im Bembel hielten die Sozialdemokraten aufrecht.

Cocktails und Longdrinks vermittelten beim Reitverein Urlaubsflair und auch CNC setzte auf exklusive und ebenso altbewährte Getränke. Kammbraten, Ochs am Spieß sowie Spanferkel vom Holzkohlegrill am heutigen Montag ragen aus der Speisekarte des Fußballvereins heraus. Bier und Longdrinks schenkte der Kerbeborschverein bei seiner zehnten Teilnahme aus. Schnitzelvariationen schmeckten aus der Feuerwehrküche, Pizza, Fisch und zur Krönung am heutigen Montag ein bayrisches Gedeck tischten die vielen freiwilligen Helfer beim Turnverein auf. Im eigenen Zelt neben CNC war der Carnevalverein beheimatet, der seine Gäste mit Prager Schinken und der beliebten HCV-Narrenkappe verwöhnte.

Musikalisch wird immer mehr für die Unterhaltung gesorgt, in erster Linie durch Carpe Noctem Corporation (CNC), die Kerbeborsch und Kerbemädels sowie den Fußballverein. Die Blau-Weißen präentierten Sängerin Michaela Zondler und deren Begleiter Axel Straub, der Kerbeborschverein die DJs Smasch, Rick und Erik. Den Samstagabend bei CNC rockte DJ Miss Thunderpussy. Eine echte Wucht auch das Livekonzert der „Howwe-Allstars“ um Andreas Adler sowie der „next generation“ Jan-Aaron Snaschel, bevor die DJs Dangle & Berry übernahmen.

Heute startet um 14.30 Uhr in der verlängerten Backhaustraße das traditionelle Schubkarrenrennen des Kerbeborschvereins. fh

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