Lampertheim

Spielgemeinschaft Kegler in der Vorbereitung zur zweiten Bundesligasaison / Leistungsträger bleiben erhalten

Die Kugeln rollen wieder

Lampertheim.Die Kegler der Spielgemeinschaft (SG) Lampertheim befinden sich derzeit in der Vorbereitung auf die Saison 2017/18, in der sie mit insgesamt fünf Mannschaften an den Start gehen werden. In der Kreisliga B und der Kreisliga A werden die beiden 100-Kugel-Teams antreten. In der Bezirksliga 1 ist das erste der drei 200-Kugel-Teams zu finden. Auch die dritte Mannschaft wird auch in der Bezirksliga antreten. Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt in der Vorsaison ist die Zielrichtung für dieses Jahr klar - frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern. Als Tabellendritter rutschte man durch den Rückzug einer Mannschaft in die dritthöchste Liga der Kegler. Dieser Aufstieg war für die SG äußerst wichtig, so die sportlich Verantwortlichen, da dort der Unterbau für das Bundesligateam auf höchster sportlicher Ebene geformt wird. Die Nachwuchskräfte sollen in der Klasse für die erste Mannschaft fit gemacht und zu Leistungsträgern entwickelt werden. Die SG hat zwei, drei Jungs, die noch nicht so weit sind, um in der Bundesliga Woche für Woche mitzuhalten zu können, doch das Verbandsliganiveau dürfte für sie gerade richtig sein, um ihre Weiterentwicklung zu beschleunigen. Ein Platz im Mittelfeld ist für die Zweite sicherlich ein realistisches Ziel.

Hochkarätig verstärkt

Die erste Mannschaft tritt in der kommenden Saison wieder in der zweiten Bundesliga Mitte an. In der Sommerpause gelang den Verantwortlichen um Frank Lößner ein besonderer Coup: Mit dem bundesligaerfahrenen Ralf Schmitt vom Bundesligisten Frei Holz Eppelheim schloss sich ein Hochkaräter den Lampertheimern an. Der erfahrene Bundesligaspieler, der unter anderem mehrfacher badischer Meister, deutscher Vizemeister und Mannschafts-Europapokalsieger war, sucht eine neue Herausforderung in Lampertheim. Durch die engen Kontakte zu Frank Lößner wurde der Deal eingefädelt. Schmitt ist für die Spargelstädter eine echte Verstärkung, was nicht nur seine Bestleistung mit 1085 Punkten unterstreicht. Die Frage, ob dieser Neuzugang den finanziellen Rahmen der Lampertheimer belastet, wird von den Verantwortlichen klar verneint.

Starker Kader

"Wir haben aufgrund von Ralf Schmitts Wohnort Bensheim, unserem starken Zuschauerschnitt im Vorjahr und der aktuellen Leistungsbreite unseres Kaders das beste Gesamtpaket für Ralf gehabt", so Lößner. "Bei uns ist er nicht verpflichtet, das hohe Trainingsniveau der Bundesliga erfüllen zu müssen." Zudem bleiben alle weiteren Spieler der SG in der kommenden Saison erhalten. Auch hier hat es durch die Bundesligisten einige Abwerbungsversuche bei den Leistungsträgern gegeben, doch für diese zählte die Kameradschaft bei den Lampertheimer Keglern mehr als die finanziellen Angebote.

Realistische Ziele gesteckt

Doch trotz der großen Verstärkung versuchen die Lampertheimer die Erwartungen für die kommende Saison nicht allzu hoch anzusetzen. "Die zweite Saison ist sicherlich schwerer als unsere Premierensaison", so Sportwart Manfred Seelinger. "Man wird uns sicherlich nicht mehr unterschätzen." Allerdings will man auch nicht zuletzt wegen des Neuzugangs nicht tiefstapeln. Ein Platz unter den ersten vier Mannschaften sollte realistisch sein. Als Mitfavoriten sind sicherlich der SKC Mehlingen und auch die SG Hainhausen zu sehen, die im letzten Jahr bis zum Schluss mit den Lampertheimern um die Vizemeisterschaft kämpften. Aber auch Aufsteiger Vorwärts Hemsbach ist nicht zu unterschätzen. Die Hemsbacher haben aus der Landesliga den Durchmarsch in die zweite Liga geschafft und sind mit einer jungen und schlagkräftigen Truppe am Start. Aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga wird es interessant sein, wie die ersten Spiele verlaufen. Der Start wird am Kerwewochenende auf den schweren Bahnen in Kelsterbach sein. Die erste Heimpartie wird am darauffolgenden Wochenende, 16. September, gegen Grünstadt stattfinden.

Im August dominieren die Vorbereitungsspiele für die Kegler der SG. Bereits an diesem Wochenende findet das erste von drei Freundschaftsspielen in der Biedensandhalle statt. Gegner wird um 13 Uhr der Zweitligist HKO Karlsruhe sein, der in der Südstaffel antritt.

Pokalspiel gegen Fraureuth

Auch für den preisträchtigen DCU-Pokal haben die Verantwortlichen zwei Mannschaften gemeldet. In der Pokalrunde, die mit vier Mann gespielt wird, hat die erste Mannschaft für die erste Runde nicht gerade ein Traumlos erwischt und muss nach Fraureuth in der Nähe von Zwickau reisen. Die zweite Mannschaft hat es hier wesentlich besser getroffen und kann auf den Heimbahnen die erste Runde bestreiten. Diese Runde findet am ersten Wochenende im September statt. zg

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