Lampertheim

Feierlichkeiten Oktoberfest abgesagt

„Die Meute“ verschiebt ihre Geburtstagsfeier

Archivartikel

Neuschloß.Mit der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus und den damit einhergehenden Maßnahmen zur Eindämmung, stand für die Aktionsgruppe „Die Meute“ Neuschloß fest, dass ihre Maifeier mit Live-Musik und Maibaumaufstellung im Schlosshof abgesagt werden muss. Seit der bundesweiten Kontaktsperre ist zudem der Meute-Keller geschlossen.

Die Maßnahmen trafen Vorsitzenden Rolf Wegerle und seine Vereinsmitglieder besonders, da auch die Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Vereins nicht wie geplant stattfinden können. Diese mussten auf das kommende Jahr verschoben werden.

„Die öffentliche Veranstaltung wäre am 22. August gewesen“, erklärt Rolf Wegerle. Außerdem war ursprünglich eine Geburtstagsfeier mit geladenen Gästen im November geplant. „Hierfür wird ein neuer Termin im Jahr 2021 gesucht“, bestätigt der Vereinsvorsitzende. Auch wenn die Events mit anschließender Party nachträglich steigen, so werden sie dennoch zum Erlebnis, sind sich die Meute-Mitglieder sicher. Für beste Stimmung werden dabei Live-Bands aus Lampertheim und Bürstadt sorgen.

Die Feierlichkeiten werden von der Stadt Lampertheim unterstützt. So bauen die Technischen Betriebsdienste die Bühne im Schlosshof auf und „cultur communal“ übernimmt den Druck von Flyern und Plakaten. Eine Arbeitsgruppe der Meute stellt zudem eine Festschrift mit alten Fotos und Zeitungsberichten zusammen. „Weiterhin wird ein Zelt mit Sitzgarnituren und ein Getränkewagen aufgestellt“, erklärt Wegerle. Der Meute-Chef ergänzt, dass der Vorstand beschlossen habe, alle Veranstaltungen in diesem Jahr abzusagen – auch das beliebte Oktoberfest im Meute Keller. „Sobald wir den normalen Keller-Betrieb wieder aufnehmen können, werden von uns die neuen Termine festgelegt“, betont Wegerle.

Geplant ist, dass zum Meute-Geburtstag nicht nur gefeiert wird, sondern auch, dass die Verantwortlichen die vergangenen 50-Jahre Revue passieren lassen. Zumal auch die Gründungsmitglieder an der Festzeremonie teilnehmen.

Die Chronik der Gruppe ist eng verwoben mit der von Neuschloß und beginnt am Buß- und Bettag im Jahre 1970. Jugendliche im durchschnittlichen Alter von 18 Jahren bildeten einen Freundeskreis. Nach ihrer Schul- und Berufsausbildung suchten sie nach einer Freizeitmöglichkeit und einem Treffpunkt. Hierbei kristallisierte sich die Bushaltestelle heraus. Da diese besonders im Winter ziemlich ungemütlich war, durften die jungen Leute einen privaten Partyraum nutzen. Da die Jugendlichen immer in der Gruppe auftraten, prägte sich schnell der Begriff „Die Meute“ ein. Bei der späteren Namensgebung des Vereins am 30. Oktober 1973 fand auch die offizielle Einweihung des Meute-Kellers statt. roi

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