Lampertheim

Die Stadt muss aktiv werden

Uwe Rauschelbach über die Sanierung der Landesstraße 3110

 

Dem gesunden Menschenverstand leuchtet ein, dass die Sanierung einer Straße zwischen zwei Ortschaften am sinnvollsten ist, wenn sie den gesamten Abschnitt umfasst. Im Fall der L 3110 zwischen Hüttenfeld und Hemsbach liegt aber eine Besonderheit vor; denn die Landesstraße wird, etwa 100 Meter vom Ortsausgang von Hüttenfeld entfernt, von der baden-württembergischen Landesgrenze geschnitten. Und nur bis dahin soll die Straße von Hemsbach aus saniert werden, schließlich ist für den hessischen Streckenabschnitt ein anderes Bundesland zuständig.

Was dem gesunden Menschenverstand einleuchtet, ist in der Realität denn auch zuweilen anders gelagert. So wird aus hessischer Sicht keine Dringlichkeit erkannt, Haushaltsmittel für die Sanierung der L 3110 auf eigenem Territorium locker zu machen. Die Autopendler, die zwischen Hüttenfeld und Hemsbach verkehren, sehen das freilich anders. Sie müssen sich denn auch täglich auf dem „Kartoffelacker“, von dem Hüttenfelds Ortsvorsteher Karl Heinz Berg spricht, zurecht finden.

Wie es scheint, lassen sich in diesem Fall gesunder Menschenverstand und Realität nur in Deckung bringen, wenn die Stadt Lampertheim aktiv wird. Sprich: Wenn sie Mittel für die innerörtliche Sanierung der L 3110 bereitstellt. Dann – und offensichtlich nur dann – würden auf Landesebene entsprechende Aktivitäten für den außerörtlichen hessischen Streckenabschnitt erwogen. Alles andere wäre, auch im Sinne einer nüchternen Realitätsabwägung, denn auch nicht mehr nachzuvollziehen.

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