Lampertheim

Landwirtschaft Hofladen verkauft unbehandeltes Fruchtgemüse / Zierkürbisse als Herbstdeko im Trend

Diebe auf dem Kürbisfeld

Archivartikel

Lampertheim.Der Herbst hat mit kühlen Temperaturen in Lampertheim Einzug gehalten. Vor allem an den trüben Tagen dienen Zierkürbisse in strahlenden Farben und ausgefallenen Formen als Gute- Laune-Macher. Ob in den eigenen vier Wänden oder auf der Terrasse – der herbstlichen Dekoration sind keine Grenzen gesetzt.

Auch Speisekürbisse mit ihrem essbaren Fruchtfleisch sind perfekt für die kalten Tage. Kürbisgerichte, ob gekocht, gebacken oder gegrillt, sind schmackhaft, nahrhaft und halten schön warm. „Ob Zierkürbisse als Schmuck oder essbare Kürbisse: Die Feldfrüchte erfreuen sich großer Beliebtheit“, sagt Edyta Karb. Die Landfrau hat vor ihrem Hofladen ein buntes Herbststillleben aufgebaut. „Zum Verzehr sind beispielsweise Hokkaido, Muskat- und Flaschenkürbisse geeignet“, erklärt sie.

Aufwendiger Anbau

Produzent dieser unterschiedlichen und unbehandelten Kürbissorten ist ihr Ehemann Heinz Karb. „Der Kürbisanbau ist aufwendig“, so der Landwirt aus der Biedensandstraße. Die Pflanzen seien wärmeliebend und benötigten viel Wasser. Deshalb wählte der Kreuzhofbauer einen ebenso sonnigen wie windgeschützten Standort und beregnete seine Anlagen bei Hitze intensiv. „Wir haben die Samen Mitte Mai nach den Eisheiligen in den Boden gebracht“, berichtet Heinz Karb. Wichtig sei, dass anschließend der Boden schnell warm wird. An die Bodenbeschaffenheit selbst stelle das Fruchtgemüse keine speziellen Ansprüche. Nur müsse die Erde oder der sandige Boden gut Wasser speichern können. Weiterhin müsse der Oberboden vor der Aussaat mit Humus angereichert werden, um gute Wachstumsbedingungen zu schaffen. „Dann können sich die ausladenden Pflanzen entwickeln“, erläutert der Landwirt und konkretisiert: „Zuerst bilden sich die attraktiven gelben Blüten und nach der Bestäubung entstehen aus den weiblichen Blüten die großen Feldfrüchte.“

Die Reife der Kürbisse und damit der richtige Zeitpunkt für die Ernte könnten Geübte am verholzten Stielansatz erkennen. Obendrein müsse das Fruchtgemüse hohl klingen, wenn auf die Schale geklopft wird. „Bei der Ernte ist darauf zu achten, dass der Stiel nicht abgerissen wird, da der Kürbis sonst fault“, betont Heinz Karb. Über den diesjährigen Wachstumsverlauf ist der Landwirt jedoch nicht sonderlich glücklich: „Wegen der anhaltenden Trockenheit war es kein gutes Kürbisjahr.“ Karb bedauert außerdem, dass viele seiner Kürbisse vom Feld gestohlen worden.

Es gebe Spaziergänger, die sich an dem hübschen Bild des Kürbisfeldes mit leuchtenden Früchten erfreuten, andere wiederum bedienten sich an den landwirtschaftlichen Kulturen. Darum mache den Bauern nicht nur die Trockenheit zu schaffen, sondern auch der Diebstahl ihrer Erzeugnisse.

Vielseitige Gewächse

Die Kreuzhof-Bauernfamilie schwärmt von Kürbisspeisen. Es sei ein tolles Produkt, vielseitig, lecker und sehr gesund. Je nach Art sei das Fruchtgemüse für bestimmte Rezepte besonders geeignet. Der Hokkaido sei der Renner. „Dieser Speisekürbis kann als Hauptmahlzeit oder Beilage verzehrt werden“, weiß die Landfrau.

Sie kann eine Vielzahl von Rezepten aufzählen. Wie eine Suppe gemischt aus gekochtem Kürbis und Süßkartoffeln, die mit Kokosmilch abgeschmeckt wird. „In unserer Gaststätte gibt es sonntags immer Kürbissuppe. Das ist das Lieblingsgericht“, freut sich die Familie. Da auch der Spaghettikürbis von den Kunden des Ladens gefragt sei, wird diese Sorte von Karbs hinzugekauft. „Die Prachtexemplare für Halloween hole ich ebenfalls bald vom Feld“, lässt der Landwirt noch wissen.

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