Lampertheim

Vortrag Kreisseniorenbeiratsvorsitzender referiert in Alter Schule

Dinge für das Alter regeln, solange man noch rüstig ist

Lampertheim.Die Cafeteria der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Die Besucher erwarteten den Vortrag von Nikolaus Teves, dem Vorsitzenden des Seniorenbeirates des Kreises Bergstraße. Er referierte über das Thema: „Alt? Krank? Und dann? Wege zu mehr Lebensqualität“. Teves brachte zahlreiche Fallbeispiele.

Es müsse rechtzeitig Vorsorge getroffen werden, nämlich dann, wenn die Senioren noch rüstig sind und noch selbst entscheiden können, wie sie das Leben im höheren Alter, bei Einschränkungen und im Krankheitsfall gestalten wollen. Viele Dinge könnten die Senioren beizeiten regeln und sich über Hilfeeinrichtungen informieren. „Versäumnisse kann man nicht nachholen. Vorsorge ist unverzichtbar!“, appellierte Teves.

Er hatte die Neuauflage des Wegweisers für Senioren mit dem Titel „Älter werden im Kreis Bergstraße“ mitgebracht. Der Leitfaden gibt Auskunft über Freizeitaktivitäten, gesellige Treffen und über Beratungsstellen zu verschiedenen Lebensbereichen. „Die Broschüre wird noch in allen Kommunen des Kreises Bergstraße verteilt“, betonte der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates.

Er erklärte auch die in der Cafeteria angebotenen SOS-Notfalldosen. Die Dose sei eine gute Sache. Die Senioren müssten das innenliegende Infoblatt ausfüllen, denn diese wichtigen Daten könnten im Notfall ihr Leben retten. Teves empfahl außerdem eine Notfallmappe. Neben den persönlichen Daten können dort wichtige Rufnummern, die Vorsorgevollmacht und Hinweise auf bestehenden Verträge abgelegt werden. Seniorenbeiratsvorsitzende Gerlinde Hellmuth erklärte sich bereit, solche Mappen über die Kreisgeschäftsstelle zu besorgen. Hellmuth könne beim Ausfüllen der Formulare behilflich sein.

Vor allem müsse sich jeder erst einmal im Klaren sein, was er überhaupt wolle, so der Referent. Das sei auch die Grundlage für das Erstellen einer Patientenverfügung. Für die Umsetzung brauche der Betroffene eine oder mehrerer jüngerer Vertrauenspersonen. Einmal im Jahr sollte das Schriftstück durchgelesen werden, ob es noch den tatsächlichen Vorstellungen entspreche.

Sollte jemand von der Altersarmut betroffen sein, dann sollte er keine Scham zeigen. Es gebe gesetzliche Rechtsansprüche, die beim Landratsamt geltend gemacht werden könnten, damit die Rente aufgestockt werde. Weiterhin könnten Wohnberatungen in Anspruch genommen werden.

Teves empfahl außerdem, sich in Pflegestützpunkten und Pflegeheimen umzusehen und über Nachbarschaftshilfe beispielsweise beim Einkaufen nachzudenken. „Und Sie müssen raus aus der Einsamkeit, denn das ist das beste Elixier“, betonte der Kreisvorsitzende. roi

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