Lampertheim

Katholischer Kirchenchor und Gesangverein „Cäcilia“ Werner Stöckel mit Festgottesdienst und Empfang gewürdigt

Dirigent seit 50 Jahren

Archivartikel

Hofheim.Großer Bahnhof für Werner Stöckel: Im Festgottesdienst in der Balthasar-Neumann-Kirche und beim anschließenden Empfang feierte der 77-Jährige sein 50-jähriges Dirigentenjubiläum beim Katholischen Kirchenchor und Gesangverein „Cäcilia“ – sein Chor begleitete beides würdevoll.

In der Hofheimer Pfarrkirche sorgten Mozarts „Laudate Dominum“, „Ave Verum“ und insbesondere Händels anspruchsvolles „Hallelujah“ mit Orchesterbegleitung und Anja Stumpf an der Orgel für einen musikalischen Hochgenuss. Vizedirigentin Nicole Knecht leitete den Chor dabei erstmals.

Pfarrer Adam Malczyk überreichte die von Bischof Peter Kohlgraf unterzeichnete Ehrenurkunde. Der Jubilar hatte nach dem Gottesdienst viele Hände zu schütteln, denn zahlreiche Weggefährten waren gekommen.

Zum Auftakt des von der „Cäcilia“-Vorsitzenden Andrea Rank moderierten Empfangs sang der Chor ein musikalisches Dankeschön, ganz auf den Jubilar abgestimmt, „Das wissen wir alle, dein Herz gehört Cäcilia“. Erfrischend die Laudatio des Ehrenvorsitzenden Leonhard Braun, Cousin und Freund Stöckels, der sich sehr lebendig an die Anfänge erinnerte.

Konzerte und Papstaudienz

Bei Hans Tenharf erlernte Werner Stöckel das Klavierspielen, bevor er mit 14 Jahren als aktiver Sänger in den Chor eintrat, anschließend etliche Ämter übernahm und 1969 im Alter von 27 Jahren zum Chorleiter gewählt wurde. „Das Amt wurde zur Leidenschaft“, so Braun über Werner Stöckel, der zeitweise drei Chöre parallel leitete.

Unvergessen die Amtseinführung von Pfarrer Günter Ott 1972, mit der ein neuer Geist in die Pfarrei und den Chor Einzug hielt. Markant in Stöckels Anfangsjahren waren auch die von „Cäcilia“ dargebotenen Konzerte, Opern- und Operettenquerschnitte sowie die Papstaudienz 1991 in Rom. „Ein Glücksfall für den Verein“, würdigte Braun den unermüdlichen Einsatz seines Freundes.

Werner Stöckel setzte große Akzente und führte die Sängerinnen und Sänger zu Höchstleistungen, „aber manchmal auch zur Verzweiflung“, erinnerte Braun augenzwinkernd. Chor- und KIL-Mitglied Bernhard Hossner entwarf einen großen mit zwei drosselnden „b“ versehenen Violinschlüssel („Mach’ mal langsam“) für den Garten des Jubilars.

Unterhaltsam zwischendurch die Musikstücke „Das ist der Tag des Herrn“ des Quartetts Anette Herbert, Marina Schnell, Ewald Glombik und Martin Stumpf sowie eine „Serenade“ des Trios Marina Schnell, Anja und Martin Stumpf.

Bürgermeister Gottfried Störmer würdigte den Jubilar als tragende Säule des kirchlichen Miteinanders, dem die Musik förmlich in die Wiege gelegt worden sei. Positiv habe Stöckel die Entwicklung vieler junger Menschen begleitet. Als Anerkennung um das Gemeinwesen überreichte Störmer dem Jubilar die Stadtplakette in Bronze.

Ortsvorsteher Alexander Scholl, selbst im Chor aktiv, weiß wovon er spricht, wenn er betont, dass es Werner Stöckel eindrucksvoll gelingt, Menschen zu motivieren.

Seitens des Pfarrgemeinderates würdigte Stephan Albrecht die unzähligen Einsätze zu liturgischen Anlässen. Mit dem „Heideröslein“ sang der Chor noch eines der Lieblingslieder des Jubilars, bevor das Buffet freigegeben wurde. fh

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