Lampertheim

Freizeit Rekordverdächtiger Andrang am Lampertheimer See / Maximale Besucherzahl erreicht / Labrador aus dem Wasser gerettet

DLRG-Hundebadetag ein voller Erfolg

Archivartikel

Lampertheim.Die Kuchentheke war völlig leer, die Strichliste am Eingang deckte fast ein ganzes DIN-A4-Blatt ab und am frühen Mittag war kurzfristig sogar die maximale Besucherzahl von 250 erreicht. Noch während die Veranstaltung läuft, ist für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) klar: Der achte Hundebadetag am See ist trotz Corona-Regeln ein großer Erfolg. „Einfach mega“, sagte eine begeisterte Vorsitzende Susanne Hanselmann.

Schon lange vor Toresschluss am Sonntagmittag zählen ihre Mitstreiter an der Kasse 478 Gäste auf zwei Beinen und 226 auf vier Pfoten – sowie einen Hund mit drei Beinen. Für die Lampertheimer Ortsgruppe ist das ein gleichzeitig großer wie unerwarteter Erfolg. Während der Badetag im vergangenen Jahr mit nur wenigen Gästen gewissermaßen dem strömenden Regen zum Opfer gefallen war, kam es in diesem Jahr zum rekordverdächtigen Andrang. „In Jahren mit gutem Wetter hatten wir im Schnitt 350 bis 450 Gäste“, berichtete Thomas Hanselmann. Diese Zahlen wurden locker übertroffen.

Maximal 250 Gäste durften sich wegen der Corona-Vorgaben auf der Rückseite des Sees aufhalten. Dank des sehr weitläufigen Geländes war die Einhaltung der sogenannten AHA-Regeln unproblematisch. Am Badesee gingen lediglich die Vierbeiner auf Tuchfühlung.

Dabei war lange nicht klar, ob der Badetag überhaupt stattfindet. Erst vor vier Wochen gab die DLRG nach zahlreichen Diskussionen in Vorstandssitzungen endgültig grünes Licht. „Das hat sich schon jetzt in doppelter Hinsicht gelohnt. Ich bin stolz auf mein Team, wie wir das in aller Kürze organisiert und wie sie das heute ohne mich umgesetzt haben“, sagte Ortsgruppen-Chefin Hanselmann. Weil sie erstmals einen eigenen Stand hatte, mussten ihre Kollegen ohne sie auskommen. Gelohnt habe es sich einerseits für die DLRG, andererseits aber auch für die Besucher. Die, insbesondere ihre Begleiter auf vier Pfoten, schienen sichtlich Spaß zu haben.

Dankbar war die DLRG dabei insbesondere dafür, dass das Wetter nach einem kurzen Schauer am Morgen den Tag über hielt. „Keine Frage, wir kommen nächstes Jahr wieder“, sagte ein Lampertheimer, der gemeinsam mit seiner Tochter und der elfjährigen Mischlingshündin Lila gekommen war. Auch von anderen Besuchern gab es durchweg Lob für die Veranstalter. Elke Fröhlich aus Mannheim-Sandhofen hatte zum ersten Mal Wind von der Veranstaltung bekommen. Für sie und ihre drei Hunde wird es ebenfalls nicht der letzte Besuch gewesen sein. „Uns hat es sehr gut gefallen, die Tiere hatten Spaß“, berichtete sie.

Manchem Vierbeiner gefiel es so gut, dass er kaum noch aus dem Wasser kommen wollte. Einem Labrador-Mischling hatten es besonders die Gänse angetan. Weil der Hund nach einer halben Stunde nicht mehr auf die Rufe seines Herrchens reagierte und weit abgetrieben im Badesee noch immer den uneinholbaren Gänsen hinterher schwamm, griff die DLRG ein. Strömungsretter Josef von Allwörden schnappte sich sein Rettungsbrett und paddelte zum völlig euphorisierten Vierbeiner hinaus. Mit ein wenig Überzeugungsarbeit lotste er den Labrador zurück ans Ufer. „Das hat gut geklappt“, erklärte er hinterher. Einen Hund hatte er zuvor noch nie gerettet.

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