Lampertheim

Politik Lampertheimer Verwaltung organisiert Stimmabgabe unter Pandemiebedingungen

Drei Wahllokale fallen weg

Archivartikel

Lampertheim.Corona stellt die Verwaltung bei der Vorbereitung der Kommunalwahl vor neue Herausforderungen. „Zum Beispiel, weil sich Altenheime in Pandemiezeiten schlicht als Wahllokale verbieten“, erklärt Bürgermeister Gottfried Störmer, in seiner Funktion als Gemeindewahlleiter, im Gespräch mit dieser Redaktion. Damit können im März weder im Altenwohnheim Dieselstraße noch im Dietrich Bonhoeffer Haus Stimmen abgegeben werden. „Drei Wahlbezirke fallen weg“, so Störmer.

Doch was tun? Zwei Alternativen bieten sich für die Verwaltung an: Nach anderen Örtlichkeiten für Wahllokale suchen oder aber deren Zahl und damit auch die Zahl der Wahlbezirke verringern. Letzteres könnte dann allerdings wiederum ein größeres Wähleraufkommen in den verbleibenden Wahllokalen nach sich ziehen.

„Auch deshalb rufen wir diesmal verstärkt zur Briefwahl auf“, betont der Rathauschef. Denn diese könne kontaktlos erfolgen. So gibt es ab dem 1. Februar auf der Homepage der Stadt www.lampertheim.de einen Link, unter dem die Bürger ihre Wahlunterlagen anfordern können. Dann werden ihnen diese zugeschickt.

Zu Hause können die Wähler anschließend ihre Kreuze in Ruhe am Esstisch machen. Das bietet sich auch deshalb an, weil am 14. März Kreistag, Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeiräte gewählt werden. Außerdem können die Stimmen bei der Kommunalwahl durch das Kumulieren und Panaschieren gewichtet werden, was wiederum Zeit in Anspruch nimmt.

Sind die Kreuzchen vergeben, werden die Stimmzettel in dem vorgedruckten Umschlag zurückgeschickt. Sie müssen am Wahltag spätestens bis 18 Uhr eingegangen sein. Erst dann werden sie zum Auszählen wieder von einem Wahlhelfer in die Hand genommen.

Freiwillige für Wahldienst gesucht

Unterdessen werden die Schulen – anders als die Altenheime – bislang als Wahllokale eingeplant. „Der Kreis stellt Gebäude und Räumlichkeiten zur Verfügung, die wir für die Wahl nutzen können – darunter auch Bildungseinrichtungen und Sporthallen“, erläutert Störmer. Doch inwieweit sich diese Planungen aufrechterhalten lassen, hänge von der Entwicklung der Pandemie ab. Da müsse man einfach auf Sicht fahren, meint der Bürgermeister.

Obwohl es bis zum Wahltag noch einige Zeit hin ist, macht sich die Verwaltung dieser Tage ebenfalls Gedanken darüber, wie die Wahllokale in Covid-19-Zeiten aussehen sollten. „Und da gibt es eine Menge abzuwägen“, sagt Störmer. Fragen wie: Welches Material wird gebraucht und welche Schutzmaßnahmen? Sollte jeder Wahlhelfer seinen eigenen Stift mitbringen? Wie sieht es mit den Stiften in der Wahlkabine aus? Gibt es genug Desinfektionsmittel? Wie muss ein Spuckschutz aufgestellt sein? Oder sollte es beim Wahlvorgang Einbahnstraßen geben? „Wir werden all das sorgfältig bedenken“, betont Störmer, der dazu in dieser Woche eigens ein Treffen mit allen Verantwortlichen einberufen hat. Der Gemeindewahlleiter möchte schließlich, dass die Helfer, die am 14. März in den Wahllokalen präsent sind, möglichst sicher sind und sich sicher fühlen.

Derweil sucht die Stadt noch Freiwillige, die sich für den Wahldienst zur Verfügung stellen. „Diese Unterstützung ist immens wichtig“, erklärt Gottfried Störmer. Auch in Corona-Zeiten.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker überregional