Lampertheim

Sozialer Wohnungsbau Michael Siebel (SPD) auf Wahlkampftour

„Druck im Kessel“

Lampertheim.Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist eines der Kernanliegen der hessischen SPD. Sie räumt dem Thema denn auch Priorität im Landtagswahlkampf ein. In Lampertheim haben die Sozialdemokraten im Verein mit ihrem Koalitionspartner FDP bereits Vorarbeiten geleistet, worauf Lampertheims SPD-Fraktionsvorsitzender, Chef der Bergsträßer SPD und Landtagskandidat Marius Schmidt bei einem Pressegespräch hinwies.

Anlass war ein Besuch des wohnungsbaupolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Michael Siebel (Bild), bei der Lampertheimer Baugenossenschaft. Siebel zufolge hat sich der Bestand an Sozialwohnungen landesweit seit Ende der 1990er Jahre auf 93 000 halbiert, und das bei einem aktuellen Bedarf von 37 000 Wohnungen. Es sei „ordentlich Druck im Kessel“, verdeutlichte er. Der Sozialdemokrat unterstrich die Bemühungen und Verdienste seiner Fraktion bezüglich des sozialen Wohnungsbaus. Er kündigte weitere Initiativen an, sollte die SPD bei den Landtagswahlen in die Regierungsverantwortung kommen: „Wir wollen die Landkreise unterstützen.“

Der sozialdemokratische Erster Kreisbeigeordnete Karsten Krug vernahm das beim Gespräch in den Räumen der Baugenossenschaft mit offenen Ohren. Sei die Schaffung bezahlbaren Wohnraums doch „Herzensangelegenheit“ der Bergsträßer SPD. Den Bedarf an 370 Wohnungen allein in Lampertheim zu decken – 1500 bis zum Jahr 2030 – bezeichnete Marius Schmidt bei dieser Gelegenheit als „schwere Aufgabe“. Die Stadt habe allein für die neuen 20 Wohnungen, die die Baugenossenschaft im Heideweg schaffen will, Förderprogramme in Höhe von 250 000 Euro aufgelegt. Hierdurch könne der Mietpreis um 30 Cent gesenkt werden. Die Baugenossenschaft bezeichnete Schmidt diesbezüglich als „starken Partner“.

Laut dem Geschäftsführer der Lampertheimer Baugenossenschaft, Gerhard Bühler, werden aktuell 735 Mietwohnungen verwaltet, davon 315 öffentlich geförderte. Bis 2021 laufe für 114 dieser Wohnungen die Bindungsfrist aus. Außerdem betreut die Baugenossenschaft weitere 200 Wohnungen von 19 Eigentümergemeinschaften. Derzeit befinde sich die Baugenossenschaft in Verhandlungen mit der Stadt als Eigentümerin eines Grundstücks in der Sophie-Scholl-Straße, wo weitere zehn bis zwölf Wohnungen entstehen sollen. urs (Bild: Nix)

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