Lampertheim

Jubiläum Hüttenfelderin Anna Wiegand feiert 95. Geburtstag

Ehemalige „Seefeld“-Chefin genießt ihren Ruhestand

Archivartikel

Hüttenfeld.Ihren 95. Geburtstag konnte am Dienstag Anna Wiegand aus Hüttenfeld im Kreise von Verwandten und Freunden feiern. Ausgerüstet mit guten Genen – eine Schwester feierte schon den 100. Geburtstag – hat sie gute Voraussetzungen ebenfalls die Hundert zu erreichen. Wenn auch die Beschwernisse des Alters zugenommen haben, ihren Humor und ihre Schlagfertigkeit hat sich die Jubilarin bewahrt.

Geboren wurde sie in Kleinhausen, damals Teil von Einhausen. Dort wuchs sie zusammen mit fünf Geschwistern auf und absolvierte ihre Schulzeit, bevor sie in einem Le- bensmittelgeschäft als Verkäuferin anfing. Natürlich fiel auch das damals übliche Pflichtjahr in diese Zeit, das sie bei einer Bauernfamilie ableistete. „Recht bequem war es dort“, erinnert sie sich noch gut.

In dem Lebensmittelgeschäft, wo sie nach dem Pflichtjahr wieder anfing, lernte sie ihren späteren Mann Josef kennen. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, erinnert sie sich. Er sei immer wieder in den Laden gekommen, um Kleinigkeiten zu kaufen. Seine Hartnäckigkeit führte zum Erfolg: 1947 wurde geheiratet. Die Familie vergrößerte bald Sohn Hans, geboren 1949, und Sohn Klaus, geboren 1956. Mittlerweile gehören vier Enkelinnen sowie drei Urenkel zur Familie. Vorwärtskommen wollte man und so beschloss die Familie 1964, in Hüttenfeld das Restaurant „Seefeld“ mit Übernachtungsmöglichkeit zu bauen. „Am Anfang gab es nur Hausmacher Wurst und Brot“, erzählt Anna Wiegand vom schwierigen Beginn, „aber bald hatten wir einen guten Ruf.“ Lena Valaitis, das Medium-Terzett und Bill Ramsey gehörten zu ihren prominenten Übernachtungsgästen, berichtet sie nicht ohne Stolz.

24 Jahre war sie Geschäftsführerin in dem Lokal, bis sie in den Ruhestand ging. Neben dem Restaurant hatte man ein Wohnhaus gebaut. Dort wohnt nun auch Enkelin Lisa, gemeinsam wird gekocht – nach ihren Angaben, sagt die Seniorin augenzwinkernd. Auch heute noch besucht sie die Seniorennachmittage oder die Feiern der Awo. Mit ihren ehemaligen Kegelfreundinnen geht sie regelmäßig spazieren oder macht Restaurantbesuche. Stadtrat Hans Schlatter gratulierte mit Blumen und Urkunden. sto

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