Lampertheim

Ökologie Stadtverwaltung zeigt sich bienenfreundlich

Ein Herz für Insekten

Lampertheim.Das einstimmige Votum des Stadtparlaments vom Februar für ein „Bienenfreundliches Lampertheim“ befolgt die Stadtverwaltung mit Rat und Tat, wie die Leiterin der Technischen Betriebsdienste, Sabine Vilgis, jetzt in einem Pressegespräch unterstrich. Bereits vor zwei Jahren habe die Verwaltung eine Broschüre für Gartenbesitzer aufgelegt, ergänzte Bürgermeister Gottfried Störmer, der an die Eigentümer appellierte, sich bei der Gartengestaltung an die offiziellen Vorgaben zu halten. Nur blühende Gärten böten den Insekten den notwendigen Lebensraum.

Auch mit den Landwirten stehe die Verwaltung in Kontakt, um Überzeugungsarbeit für eine insektenfreundliche Bewirtschaftung der Felder zu leisten. Schließlich seien die Landwirte selbst auf eine intakte Insektenfauna angewiesen, um die Bestäubung mit Blütenpollen durch Bienen sicherzustellen. Unterdessen will die Stadtgärtnerei das Einsäen von Wiesen fortsetzen. Sie steht nach den Ausführungen von Sabine Vilgis ferner im Kontakt mit Kindertagesstätten und Schulen. Geplant seien gemeinsame Aktionen mit Naturschutzverbänden.

Kein Glyphosat im Einsatz

Laut Vilgis bringt die Stadtgärtnerei seit drei Jahren kein Glyphosat mehr aus. Allerdings sei hierdurch der Aufwand bei der Unkrautentfernung gestiegen. Obendrein vermittelt die Verwaltung Imkern Grundstücke zur Ansiedlung von Bienenvölkern. Als Folge werde im Sommer voraussichtlich der erste Lampertheimer Stadthonig geerntet werden können. urs

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