Lampertheim

Gastgewerbe Lampertheimer Hoteliers begrüßen seit Corona-Lockerungen wieder Gäste

Ein kleines Fünkchen Hoffnung

Archivartikel

Lampertheim.Zu Beginn der Ausbreitung von Covid-19 waren die Auswirkungen für die Lampertheimer Hotellerie katastrophal. Es war vermehrt zu Stornierungen gekommen. Auch jetzt gilt es für die Hoteliers noch etliche Probleme zu bewältigen, aber sie haben auch ein Fünkchen Hoffnung.

Wolfgang Praller-Ludwig, der Inhaber des Hotels und Restaurants „Deutsches Haus“ erklärt, dass die Gästeentwicklung schleppend voran gekommen sei. Gleich zu Beginn der Lockerungsphase habe er aber schon mehrere Belegungen im Hotel verzeichnen können. Dabei habe es sich vor allem um Monteure und Arbeiter gehandelt. Praller-Ludwig bietet für seine Gäste Frühstück an. „Aber nur in gesicherter Form“, sagt der Hotelier. Die Lebensmittel seien in Portionen abgepackt.

Praller-Ludwig setzt besonders auf sein Restaurant und begrüßt die Lockerungsmaßnahmen bei der Gastronomie. Unter Einhaltung der entsprechenden Hygiene- und Schutzregelungen seien auch schon kleine Familienfeiern im Restaurant durchgeführt worden.

Rainer Anthes, Betriebsleiter des „ates-Hotels“ gibt sich derzeit mit einer Zimmerbelegung von 60 Prozent zufrieden. Er hofft, dass es mit dem Hotelbetrieb und der Wirtschaft weiter aufwärtsgeht. Die Buchungen kämen von größeren Firmen. Der Hotelier schenkt den neuen Standards für Gesundheit, Hygiene und Sauberkeit viel Aufmerksamkeit. In einer ruhigen Minute greift er auch mal selbst zum Lappen. Er habe Bedenken vor einer neuen Welle der Corona-Virus-Erkrankungen. „Die Hotel-Mitarbeiter waren in Kurzarbeit, aber seit 1. Juli ist die vorübergehend gekürzte Arbeitszeit vorbei“, erklärt der Betriebsleiter. „Letztlich hatten Gäste aus Leverkusen eingecheckt“, berichtet Anthes und fügt hinzu: „Sie waren auf einer Hochzeit in Lampertheim eingeladen.“ Da es zu Corona-Zeiten im „antes-Hotel“ kein Frühstück gibt, habe Rainer Anthes an dem betreffenden Sonntag herumtelefoniert, in welchem Lokal oder Café ein entsprechendes Frühstück angeboten werde. Mit Erfolg. Außerdem könne er auf diesem Weg auch einen Kollegen unterstützen.

„Es ist nicht mehr so dramatisch wie anfangs“, freut sich Anke Illius. Bei der Inhaberin des Hotels „Friedrichstraße“ bleibt dennoch die Angst bestehen, denn das Blatt könne sich auch schnell wieder wenden. Bei ihr im Hotel „Friedrichstraße“ checkten vor allem Blaumänner ein. Die Monteure arbeiteten in den umliegenden Firmen. Die Schlipsträger scheinen noch im Homeoffice zu sein, vermutet Illius. Das formelle Tragen einer Krawatte ist von Illius nett gemeint. Schließlich gehört solch ein Outfit für gehobene Positionen zur Kleiderordnung.

Im Hotel wird kein Frühstück aufgetischt und die Mitarbeiter befinden sich noch in Kurzarbeit. Eine Normalität, dass die Gäste beim Frühstücksbuffet kräftig zugreifen können, werde es demnächst also nicht geben. roi

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