Lampertheim

Ferienspiele I Mädchen lernen bei „Ü12-Summertime“ den Umgang mit der Nähmaschine

Ein stichhaltiger Workshop

Lampertheim.Nähen gehört seit Jahren fest zum Angebot der „Ü12-Summertime“, den Ferienspielen der städtischen Jungendförderung für Jugendliche ab zwölf Jahren. Am Donnerstag und Freitag gab es den Workshop wieder. In dem Kurs hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, das Nähen zu lernen oder bereits vorhandene Kenntnisse zu vertiefen. Kursleiterin Nadja Kruhmann freute sich über besonders guten Zuspruch in diesem Jahr, denn gleich sechs Mädchen waren gekommen, um bei ihr zu lernen.

„Das sind doppelt so viele Teilnehmerinnen wie letztes Jahr“, so Kruhmann. Gespannt saßen die Mädchen am Donnerstagmorgen in den Räumlichkeiten der Alten Schule und warteten zwischen den Nähmaschinen, verschiedenen Schnittmustern und den verschiedensten Stoffen auf den Beginn des Workshops.

Nichts für Ungeduldige

Da sich in der Gruppe zwar zwei erfahrene Näherinnen befanden, aber auch vier Anfängerinnen, gab es zu Beginn eine Einführung. Mit viel Ruhe erklärte Nadja Kruhmann, wie die Nähmaschine richtig bedient wird: das Einfädeln, die Wahl des Stiches und die Übertragung des Schnittmusters. Zusätzlich erhielt jede Teilnehmerin wie immer eine Mappe mit allen wichtigen Informationen rund um das Nähen an der Maschine.

Dann durften die Mädchen selbst tätig werden und sich an einer einfachen Übung, einem Nadel- oder Lavendelkissen, probieren. Genäht wurde während des ganzen Kurses mit Baumwollstoff, da dieser für den Einstieg am leichtesten zu bearbeiten ist. Kruhmann erklärte dazu: „Fließstoffe sind schon schwieriger. Da braucht man dann auch mal eine andere Maschine.“

Während der Donnerstag vor allem der Einführung in die Theorie gewidmet war, liefen die Nähmaschinen am Freitag heiß, und die Mädchen konnten sich richtig austoben. So äußerte Susanne Haag, die bereits Erfahrung im Nähen hat, den Wunsch, sich an einem Turnbeutel zu versuchen. „Ja, die sind aktuell“, betonte Kruhmann und stand den Teilnehmerinnen mit rat und Tat zur Seite.

Die 14-jährige Hannah Mörstedt, die bereits im letzten Jahr am Workshop teilgenommen hat, versuchte sich an einer kleinen Tasche, die mit der amerikanischen Patchwork-Technik mit Stoffresten hergestellt wird. Zum ersten Mal hatten die Teilnehmerinnen in diesem Jahr auch die Möglichkeit, sich ein Top als eigenes Kleidungsstück zu nähen. Da dies eine schwierigere Aufgabe war, erklärte Nadja Kruhmann bezüglich der Arbeitsweise: „Das ist nichts für ungeduldige Mädchen. Viel Geduld und ordentliche Arbeit führen zum Erfolg.“

Wer nach diesem Kurs noch nicht genug vom Nähen hat, kann im Herbst bei den Nähkursen der Volkshochschule fündig werden. Wer bereits Grundkenntnisse besitzt, kann bei der Expertin Nadja Kruhmann Beanie-Mützen, Loop-Schals oder eine Schürze im Winterdesign nähen. av

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