Lampertheim

Genuss Kurt Oberfeld und sein Team sorgen für die passenden Leckereien zur Adventszeit

Ein Traum aus Schokolade

Lampertheim.Beim Betreten des Schokoladenhauses Oberfeld schlägt einem ein verführerischer Duft entgegen. Der treue Kunde kennt den himmlischen Genuss und kann sich gut vorstellen, wie die Zartbitter-, Vollmilchedel- oder weiße Schokolade schmeckt, wenn sie beim Verzehr im Mund langsam schmilzt – und einem dann förmlich das Wasser im Munde zusammen laufen lässt. Sogleich entdeckt der Kunde auch den Auslöser der Verführung, nämlich die frische, süße Ware auf der Ladentheke. Da steht eine ganze Weihnachtsmannparade, eingepackt in Folie und wartet auf Naschkatzen. Den Eintretenden schauen die weihnachtlichen Hohlfiguren, verschiedener Größen, mit großen Augen an.

Noch vor Kurzem waren das Schokoladenhaus und dessen Schaufenster mit süßen Figuren rund um das Halloween-Fest dekoriert. Die Geister und Kürbisse aus Schokolade sind derweil gegessen, jetzt werden Nikoläuse und Weihnachtsmänner gegossen.

In der benachbarten Schokoladenmanufaktur sind die Hersteller und Lieferanten von Glücksgefühlen eifrig am Werk, denn die Schokoladenprodukte werden in Handarbeit hergestellt. Ein Nikolaus oder Weihnachtsmann nach dem anderen erblickt dort das Licht der Welt. Der Kleinste der Weihnachtsboten ist gerade mal vier Zentimeter und das größte Exemplar 75 Zentimeter. „Wir haben schon vorletzte Woche mit der Produktion von Figuren aus Edelvollmilch-, Zartbitter- und weißer Schokolade angefangen“, erklärt Chocolatier Kurt Oberfeld.

Die Konditormeisterin Maria Dornecker schminkt die Nikoläuse und Weihnachtsmänner. Den Edelvollmilchfiguren werden mit weißer und dunkler Schokoladenmasse Akzente gesetzt: vom Rauschebart in Weiß bis hin zur dunklen Gürtelschnalle. Das Schminken ist der erste Vorgang in der Manufaktur, bevor dann die Vollmilchschokolade in die Gießformen kommt. Aus den Hähnen von vier Schokoladenmaschinen läuft unaufhaltsam die geschmolzene, edle Masse der unterschiedlichen Sorten. In je einer dazugehörenden Wanne wird die Schokolade vollautomatisch temperiert.

Vildan Quku, der Schwiegersohn von Kurt Oberfeld, lässt die dünnflüssige Schokolade in die Formen laufen. „Die müssen dann noch geschüttelt werden, damit sich die Masse optimal verteilt“, erläutert Klaus Kissel. Er ist auch ein Familienmitglied und arbeitet seit vielen Jahren bei der Produktion mit. Kissel gibt die gefüllten Formen auf die Schleudermaschine, und so drehen die Schokomänner wie auf einem Karussell schwindelerregende Runden. „Wir produzieren immer frisch. Schließlich können wir ja reagieren und nach Bedarf und Motiv individuell weiterproduzieren“, sagt Kurt Oberfeld.

Vor allem die trüben und kühleren Tage seien richtiges Schokoladenwetter, bekräftigt Oberfeld. Obendrein sei Schokolade eine prima Nervennahrung. Und gerade in der Corona-Pandemie würden starke Nerven gebraucht. Ein wenig Bedenken für sein Weihnachtsgeschäft hat der Konditormeister dann doch: „Aufgrund des Lockdown light werden wohl viele Weihnachtsfeiern ausfallen und darum weniger Schokolade gekauft werden.“ Normalerweise erwarben zahlreiche Kunden die Oberfeld-Spezialität für ihre Gabenteller und für eine genussvolle Advents- und Weihnachtszeit.

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