Lampertheim

Führung Geopark-vor-Ort-Team mit gelungener Veranstaltung

Einblicke in die Flussgeschichte

Archivartikel

Lampertheim.Auf seiner jüngsten Führung bot das Geopark-vor-Ort Team aus Lampertheim ein ganz besonderes Highlight an. Unter dem Thema „Als Lampertheim fast verloren schien – Einblicke in die Flussgeschichte am Biedensand“ konnte Vor-Ort-Begleiter Marius Gunkel insgesamt 19 Gäste, die zum Teil weite Strecken auf sich genommen hatten, begrüßen. Dank der freundlichen Unterstützung durch Werner Reuters vom Fährverein Nibelungenland begab sich die Gruppe auf eine kleine Entdeckungsfahrt zu Wasser entlang des Naturschutzgebietes Lampertheimer Altrhein.

Pünktlich um 14 Uhr konnte die Führung bei strahlendem Sonnenschein an der Anlegestelle Alter Hafen beginnen. Nach einer kurzen Einführung, in der die besondere geographische Lage Lampertheims an der Nahtstelle eines Grabenbruchs dargelegt wurde, fand die weitere Führung auf der „Frischling“ statt. In Form eines Rundkurses nahm das Boot dabei Kurs auf die Mündung des Altrheins in den heutigen Hauptstrom mit anschließender Rückfahrt. Wie die Teilnehmer erfuhren, nimmt der Rhein bei Lampertheim im Zuge der Begradigung erst seit gut 140 Jahren seinen heutigen Verlauf. Ein paar Jahrzehnte zuvor hatte der Fluss um 1801/1802 seinen Lauf auf natürliche Art und Weise verkürzt, nachdem sich zwei Flussschlingen immer nähergekommen waren, bis es schließlich zu einem Durchbruch am heutigen Welsch Loch kam. Weil die Überfahrt hierüber als zu gefährlich galt, hatte sich die Schifffahrt bis zum Durchstich zunächst weiter auf dem Altarm abgespielt.

Kurz bevor ein Wolkenbruch einsetzte, konnte die Tour offiziell und planmäßig beendet werden. Viele der Teilnehmer kehrten danach noch in eine nahegelegene Gaststätte ein.

Die nächste Führung des Geopark-vor-Ort-Teams Lampertheim findet am 11. September unter dem Motto „4 runde Steine und noch mehr – Lampertheimer Stundensteine und ihre Geschichte“ statt. red

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