Lampertheim

Jugendförderung Ferienprogramm „Herbstspaß“ in der Lampertheimer Zehntscheune

Eine schaurige Fratze für den Kürbis

Archivartikel

Lampertheim.Draußen machten sich graue Wolken breit und Windböen pfiffen um die Zehntscheune. Für die Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren war das ungemütliche Wetter der passende Einstieg in das Ferienprogramm „Herbstspaß“ der Jugendförderung. Drinnen in der Zehntscheune waren die Teilnehmer so richtig im Herbst angekommen. Mit ihren Betreuern Nele und Ole Camus sowie Noël Kreher bastelten sie von 9 bis 15 Uhr herbstliche Dekorationen, die sie am Ende des Ferientages mit nach Hause nehmen durften.

Kreative Basteleien

Lustige Drachen als Tisch- oder Fensterschmuck, witzige Igel mit einem Stachelkleid aus Nägeln und stimmungsvolle Windlichter herzustellen, weckte die Begeisterung und Kreativität der Kinder. Um die Herbstdeko mit der Verwendung von Naturmaterialien zu gestalten, wurde gehämmert, geklebt und gemalt. Die Betreuer lieferten die Anleitungen und unterstützten die eifrig Werkelnden. Außerdem konnten aus Perlen und Buchstaben Halsschmuck oder Armbänder gefädelt werden. Aus den Schmuckteilen ließen die Bastler hübschen Modeschmuck entstehen.

Emma und Lena hatten schon Drachen und Igel gebastelt und machten sich sogleich an das Bearbeiten von Blechdosen, aus denen sie Windlichter zaubern wollten. Als Hilfe dienten sogenannte Dosenlichter-Klopf-Profis. Mit kräftigen Hammerschlägen auf die angesetzten Nägel bearbeiteten diese die aufgesteckten Dosen. Das Motiv schlugen die Achtjährigen entweder nach einer Schablone oder einem eigenen Entwurf. Nach reichlich Ausdauer und vielen Hammerschlägen war das Lochmuster im Dosenblech zu erkennen. Noch ein Teelicht hineingelegt, fertig war das selbstgemachte Windlicht.

„Ich schenke das Dosenlicht meiner Mama“, verriet Lena. Und Emma ließ wissen: „Ich gebe es meiner Oma.“ Die Arbeiten mit dem Heißkleber bei der Drachenbastelei übernahm vorsichtshalber Ole Camus. Er erläuterte: „Beim Umgang mit diesem beliebten Kleber kann man sich schnell verbrennen.“

Anzahl der Plätze begrenzt

Der zweite Tag stand schon im Zeichen von Halloween. Dafür hatte Ferienprogramm-Chefin Susanne Camus stattliche Kürbisse besorgt, die angemalt oder ausgehöhlt werden konnten. Auf alle Fälle sollte das Fruchtgemüse eine schaurige Fratze kriegen, waren sich die Kinder einig. Ihre Kürbis-Kunstwerke wollten sie dann vor die Haustür legen. „Aufgrund der geltenden Regeln in der Corona-Krise führen wir eine eingeschränkte Kinderbetreuung durch, mit einer begrenzten Anzahl von Plätzen“, erklärte Ole Camus.

Wer sich eine Bastelpause gönnen wollte, ging in den Nebenraum, um sich mit Gesellschaftsspielen zu vergnügen. Zur Mittagszeit wurden die Teilnehmer mit einem typischen Lieblingsessen von Kindern, mit leckerer Pizza aus einer Lampertheimer Pizzeria verwöhnt.

Anfang der Woche bildeten jeweils zehn Kinder eine Gruppe. Ein Besuch des Theaterstücks „Die Piratenprinzessin“ des Kindertheaterensemble Bühne Neuwied stand ebenso auf dem Programm. Ende dieser Woche wird eine weitere Kinderschar am Herbstprogramm teilnehmen.

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