Lampertheim

Freizeit Besucher genießen Livemusik der Lampertheimer „autark-band“ auf der Terrasse des Tennisclubs

„Endlich ist mal wieder was los“

Archivartikel

Lampertheim.Die Lampertheimerin Doris Wiegand jubelt: „Endlich ist mal wieder was los in L.A. Ich bin begeistert.“ Wie so viele Besucher an diesem Samstagabend wird sie von den Rock- und Pop-Rhythmen der vierköpfigen „autark-band“ mitgerissen. Die Formation spielt ein Open-Air-Konzert unter Einhaltung der Corona-Richtlinien auf der Terrasse der Clubhausgaststätte „Tennispark“. Die Besucher können die musikalische Veranstaltung von ihren Plätzen im Garten aus verfolgen.

Es ist ein lauer Sommerabend, die Gäste genießen erfrischende Getränke, und die Pächterin der Gaststätte, Anja Strehlau, bietet obendrein diverse Schlemmereien. „Nun fehlen nur noch Tanzrunden“, meint Doris Wiegand. Doch sie weiß ja: „In Corona-Zeiten ist Abstandhalten besonders wichtig.“ Darum tanzt die Musikliebhaberin auch nur verhalten am Platz. Die Tanzfläche zu erobern bleibt ihr Traum. „Nur ein Traum“ – das singt auch Bernd „Schepper“ Schäfer, der ein Verehrer der Lieder von Marius Müller-Westernhagen ist. Auch wenn es sich in dem Song um einen ganz anderen Traum handelt. „Aber der Refrain passt“, findet Wiegand.

„Das ist hier unser erstes Event nach der Ausbreitung des Covid-19-Virus“, begrüßt Gitarrist und Sänger Karl Thomas die Besucher. Thomas’ musikalische Leidenschaft gilt den Rocksongs der 1960er und 1970er Jahre. „Love is a burnin’ thing“, beginnt er Johnny Cashs „Ring of Fire” mit tieferer Stimmlage.

Es folgte die Ballade „Under the Boardwalk“ von den Rolling Stones, wobei auch Schlagzeuger Michael Fenzel mit seinem gefühlvollen Spiel Glanzlichter setzt.

Eine härtere Gangart legt „Schepper“ mit Stoppoks kritischem Song „So einfach ist das“ ein. Die Beschleunigung ist mit „Whisky in the Jar“ von Metallica noch steigerungsfähig. Doch dann drosseln die Musiker ihre Geschwindigkeit, spielen und singen gefühlvoll „It’s all over now – Baby Blue“. Den Song hatte Bob Dylan 1965 veröffentlicht, danach wurde er mehrfach von anderen Musikern gecovert.

Christian „Chris“ Salis ist eigentlich ein Bassist, wie er im Buche steht. Aber er kann auch aus sich herausgehen. Vor allem, wenn er singt. Wie seine Interpretation von „Wish you were here“ von Pink Floyd. Schepper entgegnet mit Udo Lindenbergs Lied: „Egal, was die anderen labern, was die Schwachmaten einem so raten, das ist egal, ich mach mein Ding…“ roi

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