Lampertheim

Konzert Marcel Buschmann und Lotte Ehret wollen monatlichen Folkabend im evangelischen Gemeindezentrum etablieren

Entspanntes Treffen für Musiker

Archivartikel

HÜTTENFELD.Beherzt greift Marcel Buschmann in die Saiten. Spontan und ohne elektronische Unterstützung Folkmusik spielen? Für den Mann mit den Rastazöpfen und seine Partnerin Lotte Ehret kein Problem. Die Musik scheint dem Paar im Blut zu liegen. Kaum sind im evangelischen Gemeindezentrum ein paar country-ähnliche Töne erklungen, macht sich gute Laune im Raum breit. Schnell schlägt die Musik die Zuhörer in ihren Bann, vermittelt gleichzeitig Heiterkeit und einen Hauch Nostalgie.

Traditionelle Volksmusik aus Nordamerika oder Europa mit akustischen Instrumenten ist schließlich nicht nur Musik. Folk-, Bluegrass- oder Oldtimemusic, wie es genannt wird, ist für die Instrumentalisten meist auch ein Lebensgefühl. Eines, das sie mit anderen teilen möchten.

Deshalb haben die zwei zum ersten Folkabend in das evangelische Gemeindezentrum Hüttenfeld geladen. Über ein Dutzend Hüttenfelder sind in die Räume unter der Kindertagesstätte gekommen. Für Marcel Buschmann geht es aber nicht darum, den Gästen anderthalb Stunden Musik vorzuspielen. „Der Kerngedanke ist, dass die Leute vorbei kommen und wir gemeinsam Musik machen“, betont er.

Kein festes Programm

Der Folkabend soll nicht als einmalige Veranstaltung verpuffen, vielmehr wollen die Beteiligten einen monatlichen Abend etablieren. „Sonst gibt es hier in Hüttenfeld ja nicht so viel am Abend“, sagt Buschmann lachend.

Ursprünglich kommt der vielseitige Musiker nämlich aus Bochum, für seine hochschwangere Partnerin ist er aber nach Hüttenfeld gezogen. Der regelmäßige musikalische Abend soll eine Art „Come-together“ werden. „Wenn keiner selbst spielen möchte, machen wir das natürlich gerne“, erklärt er. Das sei aber nicht die Grundidee. Vielmehr soll es ein Happening für alle musikalisch interessierten Hüttenfelder werden. „Jeder kann mitmachen. Egal ob Anfänger oder Profi“, hofft er auf rege Teilnahme in Zukunft.

Ein festes Programm oder vorbestimmte Lieder gibt es deshalb nicht. So soll der Folkabend auch nicht langweilig werden – man könne schließlich jedes Mal Neues entdecken und ausprobieren.

Das Schöne dabei: „Beim Folk ist es ein bisschen wie beim Jazz“, erklärt Buschmann, „jedes Instrument kriegt seinen eigenen Raum, wird nicht von anderen Dingen übertönt“. Offene Musik nennt der Fachmann das. Ins Gespräch kommen und Gleichgesinnte finden – das gelingt schon beim ersten Treffen. „Ich habe schon ewig Leute gesucht, mit denen ich spielen kann“, freut sich René Heimpold. Die aus Chicago stammende Hüttenfelderin spielt seit drei Jahren Ukulele – nun kann sie sich am Instrument mit anderen ausprobieren.

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