Lampertheim

Ferienspiele Kinder besuchen Lampertheimer DLRG-Station und die Biedensand Bäder

Erinnerungen an Baywatch

Archivartikel

Lampertheim.Es ist früher Nachmittag, die Sonne brennt vom Himmel. Besonders am Freitag hat die Hitzewelle die Spargelstadt voll im Griff. Die Jugendförderer und Ferienspielkinder treffen sich auf dem Gelände des Ortsvereins der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) am Weidweg. Alsbald trifft auch Marcel Getrost, Leiter der Kinderhütte, mit den Mädchen und Jungen der Ganztagsbetreuung ein. Sie sind mit einem Bus zur DLRG-Station gebracht worden. Im Informationsblatt der Jugendförderung steht, dass Eltern ihre Kinder bei dem sommerlichen Wetter stets eincremen und ihnen eine Kopfbedeckung mitgeben möchten.

Der Lampertheimer Nachwuchs ist nun für den Besuch der DLRG-Station mit anschließendem Schwimmbadbesuch gewappnet. Marcel Getrost bittet die Schar in den Schatten, denn die DLRG-Mitglieder wollen den Ferienspielkindern einige Geräte vorstellen. „Wir möchten einen Eindruck von unserer Arbeit geben“, sagt Jugendvorsitzende Vanessa Marsch und holt beispielsweise eine Rettungsboje herbei. Die Anwendung solcher Gerätschaften gehöre auch zu den Diszi-plinen bei den Kreis- und Hessenmeisterschaften der DLRG, erklärt sie und demonstriert an Ornella, die in der ersten Reihe steht, wie ein Rettungsgurt um den Körper eines Hilfesuchenden im Wasser gelegt und anschließend an einer schwimmfähigen Leine angebracht wird.

Ausruhen in gemütlicher Lounge

Vanessa Marsch erläutert, dass ein Unfall im Wasser nicht nur für das Opfer, sondern auch für den Retter eine Gefahr bedeute. Denn ein Ertrinkender könne durch seine Panik den Retter mit unter Wasser ziehen. Solche Eigengefährdung müsse unbedingt vermieden werden. Ein ausgebildeter Retter wisse das und setze deshalb zur eigenen Sicherheit dieses Hilfsgerät ein.

Die Rettungsboje stellen anschließend Ortsverbandsvorsitzende Susanne Hanselmann und Dennis Ott vor. Dieses Schwimmbrett erinnert unweigerlich an die TV-Serie Baywatch. Das Brett ist aus leichtem und strapazierfähigem Kunststoff und kann, laut Hanselmann, Hilfebedürftige über Wasser halten und transportieren. Außerdem können sich in Not geratene Menschen an den Außengriffen festhalten.

Damit den Ferienspielkindern beim Baden in den Biedensand Bädern kein Unglück passiert, halten DLRG-Mitglieder und Jugendförderer während der Aktion an den Beckenrändern Wache. Marcel Getrost verteilt zuvor Erkennungszeichen für die Handgelenke: orangefarbene Bändchen für Nichtschwimmer und grüne Bändchen für Schwimmer. Zudem ermahnt er die Kinder, die dementsprechenden Becken zu benutzen. Dann sind die Wasserratten nicht mehr zu halten und stürmen durch den DLRG-Eingang in das Freibad.

Die Kinder haben jetzt nur noch den Badespaß im Sinn. Zum Basteln hat keiner Muse und selbst die Spielgeräte bleiben diesmal im Bauch des Langeweile-Löschmobils. Nur eine gemütliche Lounge zum Ausruhen wird von den Jugendförderern um Susanne Camus eingerichtet und eine Imbiss-Station von den Lebensrettern.

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